Fr., 18.05.2018

Olympia im Kleinen: 805 Mädchen und Jungen kämpfen um Punkte für ihre Kitas Auf die Plätze, fertig, los!

Hindernislauf: Die Mädchen und Jungen der Kita Wilbrandstraße sind als Mini-Olympioniken in der Seidenstickerhalle voll bei der Sache.

Hindernislauf: Die Mädchen und Jungen der Kita Wilbrandstraße sind als Mini-Olympioniken in der Seidenstickerhalle voll bei der Sache. Foto: Bernhard Pierel

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). »Wir klatschen in die Hände, wir wackeln mit dem Bauch...« Schon in der Aufwärmphase haben die Mädchen und Jungen Spaß an der Bewegung zu Musik. Danach aber wird es »ernst«: Der Wettkampf um Medaillen und Urkunden beginnt.

Bereits zum 11. Mal haben die Deutsche Olympische Gesellschaft und die Stadt zum Aktionstag in der Seidenstickerhalle aufgerufen: Die 43 städtischen Kitas und die Kindermannstiftung gehen an den Start. 805 Mädchen und Jungen, die nach den Sommerferien eingeschult werden, treten in den Mannschaftsspielen Fackellauf, Parcours und Olympische Ringe an.

Karl-Heinz Plischke, Vorsitzender der Zweigstelle Bielefeld der Deutschen Olympischen Gesellschaft, sagt, der DOG als Veranstalterin gehe es eben darum, gemeinsam etwas zu machen, um Teamgeist, Fairplay und natürlich den Spaß an der Bewegung.

»Total aufgeregt«

Die Organisation in diesem Jahr liegt bei Bettina Kämper (Kita Gustav Freytag) und Claudia Aulenkamp-Fleer (Kita Am Wellbach).  Beide bestätigen, dass die kleinen Olympioniken »total aufgeregt« gewesen seien und »natürlich« im Vorfeld auch trainiert werde. Bettina Kämper: »Die Kinderolympiade ist mit der Zeit immer professioneller geworden: Jede Kita hat ein eigenes Banner, die Kinder tragen T-Shirts in einheitlichen Farben, und allein der gemeinsame Einlauf hat alle beeindruckt.«

Bewegung genieße in den Kitas einen hohen Stellenwert, ergänzt Jugendamtsleiter Georg Epp: »Je mehr Bewegung, umso besser für die Entwicklung.« Claudia Aulenkamp-Fleer weist auf die Koordinierungsschwierigkeiten hin, die viele Kinder hätten. Zielgerichtetes Ballwerfen und -fangen oder über ein Hindernis (eine umgedrehte Bank) zu steigen, ohne sich aufzustützen, sei für einige Mädchen und Jungen schon schwierig. Ein Teil der Kinder hätte auch kein Zutrauen zum eigenen Können, weil, so Bettina Kämper, die Eltern ängstlich seien und sich die Ängste dann auf die Kinder übertragen würden.

Unterstützt wird die Kinderolympiade nicht nur von den Kita-Mitarbeitern, sondern auch von Helfern aus dem Jugendamt und aus dem Maria-Stemme-Berufskolleg. Plischke: »Gut 200 Betreuer sind vor Ort.«

Ohne die Unterstützung der Verkehrsbetriebe Mobiel und der Polizei wäre die Veranstaltung gar nicht machbar, so Plischke: Die Kita-Gruppen kommen mit Bus und Stadtbahn, Polizeibeamte sorgen vor der Seidenstickerhalle dafür, dass die kleinen Nachwuchs-Sportler sicher ihr Ziel erreichen.

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