Fr., 13.07.2018

FH zeigt Modenschau erstmals in der »Wissenswerkstadt« Die Welt in Schwarz und Weiß

Laufsteg »Wissenswerkstadt« (Alte Stadtbibliothek): Die Modenschau der FH ist heute ndort noch zwei Mal zu sehen.

Laufsteg »Wissenswerkstadt« (Alte Stadtbibliothek): Die Modenschau der FH ist heute ndort noch zwei Mal zu sehen. Foto: Mike-Dennis Müller

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). Die Welt – sie ist Schwarz und Weiß. Zumindest die Welt der Mode. Die Modenschau der Fachhochschule setzte jedenfalls voll darauf – mit Ausnahme einiger Farbakzente wie einem Schnuller in Pink, einem Überzieher in Grellgelb, Holzschmuck in Rot.

Semesterarbeiten sind zu sehen, aber auch die von Bachelor- und Masterabsolventen: 50 Jung-Designer zeigen ihre Kollektionen auf den Laufstegen in der »Wissenswerkstadt«, der Alten Stadtbibliothek an der Wilhelmstraße. Gemeinsames Motto der Schau: »Das, was ist«. Man wolle die FH in die Stadt bringen, so Professor Roman Bezjak als Dekan des Fachbereichs Gestalten.

Bei den Semesterarbeiten lassen die Studierenden der Level 1 bis 3 ihrer Fantasie, ihrem Einfallsreichtum, freien Lauf. Da geht es um Paperdolls oder Drapierexperimente. Die Bachelor- und vor allem die Master-Absolventen zeigen auch nicht eben Kollektionen, die zwingend im Alltag tragbar wären, waren aber schon ziemlich nah dran.

Voluminöse Ärmel, überlange, weite Hosen, Kleider, die wie Schnittmuster wirken, Outfits, die eher aussehen wie Skulpturen als wie Sachen zum Anziehen: Schwarzweiß ist Trumpf

Russische Folklore-Elemente lässt Susanna Fafenrot in ihre Kollektion einfließen, die Absolventen arbeiten mit höchst unterschiedlichen Techniken vom Stricken über 3-D-Druck bis hin zu Lasercutting.

Das Ergebnis sind übergroße Hemden, kastenförmige Mäntel, eine Vielzahl von Details bis hin zu bestechender Schlichtheit. Mitunter wirken die Kollektionen so, als kämen die Stücke aus einer Verkleidekiste. Julia Wortmann hat sich in ihrer Bachelorkollektion tatsächlich mit der Frage auseinander gesetzt, warum sie sich als Kind gern mit den Sachen ihrer Mutter verkleidet hat.

Übergroße Sakkos werden Teil eines Entwurfs, es gibt Zwitter zwischen Mantel und Bettdecke, Kapuzenshirts werden zum Kleid, der Skater trägt einen Anzug mit Tulpendekor. Die Kollektionen tragen Namen wie Stilikonen oderWegbegleiter.

Angekündigt werden die jeweiligen Kollektionen im Wortsinn von Nummerngirls, so dass sich das Publikum im Ablauf-Leporello orientieren kann.

Zur Premiere gestern gibt es jede Menge Applaus – auch, wenn diese erste Modenschau nicht komplett ausverkauft ist.

Am heutigen Freitag um 18 und 21 Uhr kann die FH-Mode erneut bestaunt werden. Im Anschluss an die zweite Schau vergibt eine Jury den »Bielefelder Modepreis« für die besten Kollektionen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5902109?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F