Fr., 13.07.2018

Tipps zum Start in den Urlaub Gut und günstig in den Urlaub

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Von Oliver Horst

Bielefeld/Paderborn (WB). Mit dem Start der Sommerferien in NRW setzt sich die große Reisewelle in Bewegung. Ob mit dem Auto oder Flieger – viele Ostwestfalen packt das Fernweh. Im Schnitt geben Urlauber einer Umfrage zufolge pro Kopf 1076 Euro aus. Das WESTFALEN-BLATT hat geldwerte Informationen und wichtige Tipps für einen schönen, erholsamen Urlaub zusammengestellt.

Zwei Drittel der Deutschen machen sich einer Forsa-Umfrage zufolge mit dem Auto auf den Weg in den Urlaub. Die Hälfte davon bleibt in der Bundesrepublik. Für sie – wie auch für alle, die ins Ausland fahren – ist die Staugefahr die erste große Hürde. Der Landesbetrieb Straßen NRW erwartet heute vom frühen Nachmittag an ein steigendes Verkehrsaufkommen. Als Hauptreisezeiten gelten Freitag von 13 bis 20 Uhr, Samstag von 10 bis 18 Uhr sowie Sonntag von 14 bis 19 Uhr. Besonders betroffen dürften die Strecken in Richtung Nord- und Ostsee sowie in den Süden sein. Wer ins Ausland reist, kann Bares sparen, wenn er auf der günstigeren Seite der Grenze tankt. Denn bei den Spritpreisen gibt es in Europa teils erhebliche Unterschiede (siehe Grafik oben).

Abheben mit dem Flieger

Auch an den Flughäfen wird mit einem großen Andrang gerechnet. Zeitweise kann es hier zu Wartezeiten bei Sicherheitschecks kommen – oder zu Flugverspätungen und -ausfällen, die zuletzt gehäuft auftraten. Das zeigen auch die Beschwerden bei der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP). Dort gingen im ersten Halbjahr 7745 Schlichtungsanträge von Fluggästen ein – 45 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die Airlines nennen als Gründe Engpässe bei den Flugsicherungen, Fluglotsenstreiks, Verzögerungen bei Passagierkontrollen sowie eine Häufung von Unwettern. Wird ein Flug annulliert oder gibt es eine Verspätung um mehr als drei Stunden, steht Passagieren nach EU-Recht eine Entschädigung zu. Bei einer Flugstrecke von bis zu 1500 Kilometern sind es 250 Euro pro Person, bei Strecken zwischen 1500 bis 3500 Kilometern 400 Euro und darüber hinaus stehen Reisenden 600 Euro zu.

Der OWL-Flughafen Paderborn-Lippstadt erwartet bei 587 Flügen in der Ferienzeit mehr als 150.000 Passagiere. Allein fast 250 Maschinen heben in Richtung Mallorca oder ins türkische Antalya ab.

 

Kaufkraft im Urlaubsland

Schon innerhalb Deutschlands ist der Euro nicht überall das Gleiche wert. Und wer ins Ausland reist, stellt schnell fest, dass er am jeweiligen Urlaubsort mehr oder weniger als gewohnt für sein Geld bekommt. Das Preisgefälle innerhalb Europas ist groß, selbst im Euroraum gibt es spürbare Unterschiede. Zwar ist auch das Leben in Deutschland etwas teurer als im EU-Schnitt – aber in vielen Ländern muss für die gleichen Waren oder Dienstleistungen tiefer in die Tasche gegriffen werden.

Noch höher ist das Preisniveau in manchem Land, das nicht der EU angehört. So ist etwa für deutsche Urlauber in der Schweiz ein Euro nur etwa 71 Cent wert. Dagegen gibt’s im EU-Land Polen für umgerechnet einen Euro Waren oder Dienstleistungen, die in Deutschland rund 1,84 Euro kosten würden. Als preisgünstig gelten auch Ungarn und Tschechien. Aber auch in den Südländern Griechenland, Portugal und Spanien haben Deutsche ein Kaufkraftplus (siehe rechts).

Als besonders teuer innerhalb der EU gilt Dänemark, wo der Euro umgerechnet nur etwa 74 Cent wert ist. In den Nachbarländern Österreich, Frankreich und den Niederlanden liegt das Preisniveau geringfügig über dem in Deutschland, in Italien etwas darunter.

Besonders groß ist die Preisdifferenz bei Alkohol und Tabak – in erster Linie wegen der unterschiedlichen Besteuerung. Während in Bulgarien Wein, Bier, Zigaretten & Co. etwa halb so viel kosten wie im EU-Schnitt, ist Irland ein teures Pflaster für Raucher und Alkoholkonsumenten. Hotelübernachtungen und Restaurantbesuche schlagen derweil in Dänemark und Schweden besonders stark zu Buche.

 

Grenzenlose Online-Abos

Ob Netflix, Sky, Spotify & Co.: Auf ihre Online-Abos für Filme, Musik oder Sport müssen Urlauber in der EU nicht mehr verzichten. Am 1. April ist eine Regelung in Kraft getreten, wonach Anbieter von kostenpflichtigen Abodiensten ihren Kunden auch im EU-Ausland Zugriff auf die Inhalte ihres Heimatlandes gewähren müssen. Zuvor verhinderte eine Form von Geoblocking häufig den Zugriff über Ländergrenzen hinweg. Anbieter von kostenlosen Inhalten fallen nicht unter die Regelung.

Handy als Reisebegleiter

Zwei von drei Bundesbürgern nutzen Handy-Apps auf Reisen. Das hat eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom ergeben. Besonders beliebt sind Wetterdienste, Übersetzer, Landkarten und Restaurant-Finder. Einige Apps funktionieren auch ohne mobile Internetverbindung. Dabei müssen Reisende seit dem Wegfall der Roaminggebühren vor einem Jahr keine horrenden Handyrechnungen mehr fürchten. Im Regelfall gilt in der EU der Heimattarif. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte aber seinen Vertrag noch einmal prüfen.

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