So., 12.08.2018

Gesundheitsbericht 2017 der AOK Nordwest für Ostwestfalen-Lippe Arbeitnehmer fehlten im Schnitt 21 Tage

Erkältungen lagen auf Platz zwei der Krankschreibungen.

Erkältungen lagen auf Platz zwei der Krankschreibungen. Foto: dpa

Bielefeld (WB). Wie oft Beschäftigte am Arbeitsplatz fehlen, hängt stark von ihrer Tätigkeit ab. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsbericht der AOK Nordwest für Ostwestfalen-Lippe.

Danach waren im vergangenen Jahr Beschäftigte in der Metallumformung mit 31,8 Fehltagen, Mitarbeiter in der industriellen Gießerei (31,2 Fehltage) sowie Platz- und Gerätewarte (30,4 Fehltage) am häufigsten krankgeschrieben. Am wenigsten fehlten Mitarbeiter in der Hochschullehre und -forschung (3,2 Fehltage) sowie Softwareentwicklung (7,2 Fehltage).

Durchschnittliche Krankheitsdauer 10,8 Kalendertage

»Diese Ergebnisse machen deutlich, welchen spezifischen Krankheitsrisiken die Beschäftigten mit ihren jeweiligen beruflichen Situationen ausgesetzt sind. Deshalb sollten Präventionsangebote in den Betrieben speziell auf die Berufsgruppe bezogen werden, um erfolgreich zu sein«, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordwest.

Insgesamt sank der Krankenstand der Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe (soweit er die 300.000 bei der AOK versicherten Arbeitnehmer betraf) im vergangenen Jahr von 5,8 auf 5,7 Prozent. Jeder Beschäftigte fehlte im Betrieb im Durchschnitt 21 Tage. Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Fall war 10,8 Kalendertage.

Muskel- und Skeletterkrankungen auf Platz eins

Vor allem Muskel- und Skeletterkrankungen verursachen unverändert die meisten Fehltage in Ostwestfalen-Lippe. Mit 23,6 Prozent liegt deren Anteil an den gesamten Fehltagen mit großem Abstand an erster Stelle. Es folgen Atemwegserkrankungen (13,0 Prozent), Verletzungen (10,9 Prozent) und psychische Erkrankungen (10,2 Prozent).

Der AOK-Gesundheitsbericht beschreibt auch, dass es zwischen den einzelnen Branchen erhebliche Unterschiede bei den Krankenständen gibt: Danach weist die Branche »Energie/Wasser/Entsorgung/Bergbau« mit 7,5 Prozent den höchsten Krankenstand aus, gefolgt vom Verarbeitenden Gewerbe (6,4 Prozent) und der Öffentlichen Verwaltung und Sozialversicherung (6,3 Prozent). Niedrige Krankenstände lassen sich hingegen bei Banken und Versicherungen (3,9 Prozent) und in der Land- und Forstwirtschaft (4,7 Prozent) finden.

Die AOK bietet Unternehmen an, die Situation in den Betrieben zu analysieren und gesundheitsfördernde Maßnahmen zu entwickeln. Im vergangenen Jahr nutzten laut Krankenkasse mehr als 300 Betriebe in Westfalen-Lippe das Angebot.

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