Do., 14.06.2018

Vor den Gerry Weber Open: Deutsche im Aufwärtstrend Es geht voran

Er ist aus deutscher Sicht der Aufsteiger des Jahres: Maximilian Marterer gehört erstmals zu den besten 50 Profis der Welt.

Er ist aus deutscher Sicht der Aufsteiger des Jahres: Maximilian Marterer gehört erstmals zu den besten 50 Profis der Welt. Foto: dpa

Von Hans Peter Tipp

Halle (WB). Zwischenhoch oder Langfristtrend? Noch vor den an diesem Samstag beginnenden 26. Gerry Weber Open haben die besten deutschen Tennisprofis in der Weltrangliste den Vorwärtsgang eingelegt.

Mehr Hoffnung für Deutsche

Waren die Hoffnungen der Deutschen in den Vorjahren noch recht regelmäßig zwischen Monte Carlo und den French Open versandet und erst in der grünen

Alexander Zverev. Foto: dpa

Wohlfühloase von Halle wiederbelebt worden, ist die Situation dieses Mal komplett anders. Sechs der sieben unter den Top 100 aufgeführten Deutschen legten in der Weltrangliste den Vorwärtsgang ein – Philipp Kohlschreiber (Position 22/+2 Ränge), Peter Gojowczyk (41/+2), Maximilian Marterer (50/+20), Mischa Zverev (54/+10), Jan-Lennard Struff (65/+6) und Florian Mayer (86/+5). Und der Siebte im Bunde, die nationale Nummer eins Alexander Zverev, behauptete ganz souverän seine Position als drittbester Tennisprofi der Welt.

Für den 21-Jährigen konnte es in Paris gar nicht weiter aufwärts gehen. Trotzdem lohnten sich die French Open für den Hamburger. Zverev zog erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier in ein Viertelfinale ein und verkürzte nicht nur den Punkteabstand zum zweitplatzierten Roger Federer, sondern vergrößerte gleichzeitig den Vorsprung vor Rang vier.

Auch Gojowczyk und Marterer auf Allteithoch

Mit Gojowczyk und Marterer bewegen sich neben dem jungen Zverev zwei weitere

Peter Gojowczyk. Foto: dpa

Deutsche zu Beginn der Rasensaison auf einem Allzeithoch. Für Gojowczyk hält der Aufwärtstrend bereits seit seinem ersten ATP-Titel in Metz im September 2017 an, obwohl der 28-Jährige in Paris verletzungsbedingt in der ersten Runde aufgab und dafür 25.000 Dollar Strafe zahlen musste.

Marterer macht seit den Australian Open, bei denen er die dritte Runde erreichte, regelmäßig auf sich aufmerksam. In Paris stand der 22-Jährige bei seinem ersten Viertelfinale auf Grand-Slam-Ebene gegen Rafael Nadal erstmals so richtig im Blickpunkt. Die Niederlage gegen den Spanier konnte Marterer nicht verhindern, trotzdem verdiente er sich mit einem unerschrockenen Auftritt viel Respekt – auch bei seinem übermächtigen Kontrahenten. »Der dritte Satz war sehr schwierig. Maximilian ist ein sehr guter junger Spieler. Ich wünsche ihm alles Gute«, sagte Nadal, dem Marterer vor fünf Jahren in Paris noch als Sparringspartner gedient hatte. Was könnte besser den Aufstieg des Nürnbergers verdeutlichen?

Selbst Altmeister Philipp Kohlschreiber schielt von Platz 22 aus weiter nach oben.

Mischa Zverev. Foto: dpa

»Ich möchte einfach noch einmal voll angreifen mit dem Ziel, ein neues Career High zu erreichen«, ließ er bei Bekanntgabe seines jüngsten Trainerwechsels im April verkünden. Ende Juli 2012 war der Augsburger mal die Nummer 16 der Welt, eine erfolgreichere Rasensaison als im Vorjahr, als er in Halle in der zweiten und in Wimbledon in der ersten Runde scheiterte, könnte ihm helfen, diese Platzierung noch einmal zu verbessern.

Die zurzeit sieben besten Deutschen schlagen alle im Hauptfeld der Gerry Weber Open auf. Weitere können in der Qualifikation hinzukommen. Talent Rudi Molleker und Publikumsliebling Dustin Brown sind von Samstag an dank einer Wild Card dabei.

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