Fr., 19.01.2018

Das Bauwerk Oldendorfer Straße entsteht über fast fertiger Autobahntrasse An letzter Brücke ist einiges anders

Wo der Mittelpfeiler der letzten A-33-Brücke aus dem Boden wachsen soll, steht noch das Grundwasser.

Wo der Mittelpfeiler der letzten A-33-Brücke aus dem Boden wachsen soll, steht noch das Grundwasser. Foto: Burkhard Hoeltzenbein

Von Burkhard Hoeltzenbein

Borgholzhausen (WB). Erst entstehen die Brücken, dann folgen die Straßen. Bei 31 Brückenbauwerken entlang der A-33-Trasse zwischen den Anschlussstellen Bielefeld und Borgholzhausen haben sich die Autobahnplaner an die Doktrin gehalten. Beim 32. und letzten Übergang Oldendorfer Straße gilt die berühmte Ausnahme von der betonierten Regel.

Weil an dieser Stelle die Gründung, auf der das Brücken-Fundament demnächst fußen wird, beachtliche acht Meter unter der alten Geländeoberkante liegt, drehte die den Autobahnbau beaufsichtigende Behörde Straßen.NRW an dieser Stelle die Prozedur um. »Hier musste erst der Einschnitt entstehen«, erklärt Behördensprecher Sven Johanning die Hintergründe. Der Erdaushub für den Streckenbau machte die Umkehr des Bauplans notwendig.

Autobahntrasse rückt von beiden Seiten heran

Dort ist von beiden Fahrtrichtungen die Autobahntrasse bereits an die letzte Lücke herangerückt. Nur genau dort, wo in Kürze die Pfeiler für die 49 Meter lange Brücke aus dem Boden wachsen werden, klafft derzeit noch ein Loch. Sobald die Witterung es zulässt, sollen die Bauarbeiten an der letzten Brücke beginnen. »Für die Betonierungsarbeiten darf es nicht frieren«, erklärt Johanning mit Verweis auf die Wetterlage. »Wir stehen Gewehr bei Fuß.«

Auch das Sturmtief »Friederike« behinderte am Donnerstag die Arbeiten. Noch steht das von Regen und Schnee weiter gespeiste Grundwasser in der Baugrube. Dieses soll bald abgepumpt werden. Johanning rechnet damit, dass Anfang Februar die ersten Fundamentplatten gegossen werden können. Je fünf Rammpfähle mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern sind bereits jeweils an den Endlagern bis zu zehn Meter tief in der Erde versenkt, vier weitere bilden die Basis der Mittelstütze.

Schlanke Brücke erhält nur 4,50 Meter Fahrbahnbreite

Für die schlanke Brücke, die von Geländer zu Geländer ganze sechs Meter messen wird und eine Fahrbahnbreite von 4,50 Metern aufweisen wird, werden 450 Kubikmeter Beton werden verbaut. Dazu sollen etwa 80 Tonnen Baustahl die nötige Standfestigkeit verleihen. Erst wenn das Bauwerk komplett steht, wird das letzte Stückchen Autobahn hier zusammengeflickt.

»Wir liegen hier voll im Zeitplan«, erklärt der Sprecher von Straßen.NRW. Der Auftrag für die Brücke ist in der Ausschreibung auf 800.000 Euro taxiert.

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