Do., 01.02.2018

Politik stimmt den vorlegten Planungen mehrheitlich zu Netto-Markt soll die Piumer Innenstadt beleben

So hat der Architekt die künftige Gestaltung des zentral gelegenen Areals an der Kaiserstraße mit Netto-Markt skizziert.

So hat der Architekt die künftige Gestaltung des zentral gelegenen Areals an der Kaiserstraße mit Netto-Markt skizziert.

Von Johannes Gerhards

Borgholzhausen (WB). Ein neuer verkehrsgünstig und zentral gelegener Supermarkt soll das Angebot an Gütern des täglichen Bedarfs abrunden und die Kaufkraft in Borgholzhausen halten. Das verspricht sich die Stadtverwaltung von der Ansiedlung eines Netto-Marktes auf dem Grundstück Kaiserstraße 11 – 15.

Dessen Anfangsplanungen sind im 2012 einstimmig beschlossenen Einzelhandelskonzept verankert. Inzwischen hat Investor Markus Klekamp aus Osnabrück seine Absichten konkretisiert und möchte nun zügig mit dem Bau beginnen. Fast alle benötigten Flächen befinden sich bereits in seinem Besitz, für die Umsetzung seines Bauvorhabens fehlt lediglich ein städtisches bisher als Parkplatz genutztes Grundstück.

Über dessen Verkauf will der Haupt- und Finanzausschuss bald entscheiden. Um auch städtebauliche Aspekte zu berücksichtigen, kam das Thema im Ausschuss für Planen und Bauen auf die Tagesordnung. Architekt Jörg Krause und Markus Klekamp nahmen ausführlich Stellung.

Das neue Objekt soll auf einer Bruttofläche von 1.600 Quadratmetern entstehen, dazu müssen die Gebäude Kaiserstraße 9 und Teutoburger Straße 5 abgerissen werden. Nach den Vorgaben von Netto muss der Parkplatz mindestens 70 Stellflächen aufweisen, eine Linksabbiegerspur auf der Teutoburger Straße zur Hauptzufahrt ist vorgesehen. Apotheke und Rechtsanwaltskanzlei im Gebäude Kaiserstraße 11 bleiben erhalten, das Fitnessstudio wird in das neue Gewerbegebiet Am Stadtgraben umziehen.

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»Ich will ein Miteinander, kein Gegeneinander«

Markus Klekamp, Investor

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Die Diskussionen drehten sich hauptsächlich um die Ausmaße von Supermarkt und Parkplatz. Wünschenswert erschien allen eine ausreichende Begrünung, die energieeffiziente und ansprechende Dachgestaltung, die Bereitstellung von Ersatzparkplätzen an der Bergstraße und die Einrichtung einer Querungshilfe von dort zum Marktgelände. Unverhandelbar ist laut Klekamp die Anzahl der Parkplätze, gegenüber Photovoltaik auf dem Dach zeigte er sich aufgeschlossen.

In Bezug auf »Fremdnutzer« des Firmenparkplatzes zeigte sich Klekamp zudem kooperationswillig, eine Schrankenlösung sei bisher nicht angedacht. »Ich will ein Miteinander, kein Gegeneinander«, so Klekamp wörtlich. Zudem sehe er die Chance, der Kaiserstraße wieder »Leben einzuhauchen«, weil auch andere Einzelhändler sich ermutigt fühlen könnten, wenn die Kundenfrequenz steige.

Die Anregung von Astrid Schütze (BU), den Verkauf des städtischen Grundstücks aufzuschieben, bis alle Details geklärt seien, fand keine Zustimmung. Mit neun Ja und zwei Nein von BU und Grünen befürwortete der Ausschuss entsprechende Verhandlungen. Klekamps Zeitplan sieht vor, im Frühjahr 2019 mit dem Abbruch zu beginnen und im Sommer 2019 den Markt zu eröffnen.

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