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Do., 12.05.2016

Forum Russische Kultur besteht im November seit 25 Jahren – Konzerte geplant Stabile Brücke gebaut

Thomas Fischer, Franz Kiesl (sitzend), Günter Pelzer und Klaus Peter Jantos (von links) haben in einem Aus- und Rückblick über das Forum Russische Kultur berichtet. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens sind einige Veranstaltungen geplant.

Thomas Fischer, Franz Kiesl (sitzend), Günter Pelzer und Klaus Peter Jantos (von links) haben in einem Aus- und Rückblick über das Forum Russische Kultur berichtet. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens sind einige Veranstaltungen geplant. Foto: Carsten Borgmeier

Von Carsten Borgmeier

Gütersloh(WB). In 25 Jahren seines Bestehens hat das von Franz Kiesl (80) mitgegründete Forum Russische Kultur einen wohl unschätzbaren Beitrag zur Verständigung beider Völker geleistet.

Diese »Brücke zwischen Deutschen und Russen« lasse sich auch nicht von der großpolitischen Wetterlage ins Wanken bringen, betonte der Vorsitzende gestern in einem Pressegespräch im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und den von der Europäischen Union (EU) gegen Russland ausgesprochenen Sanktionen.

Gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern Thomas Fischer, Günter Pelzer (beide 66) und Klaus Peter Jantos (77) kündigte Kiesl im Jubiläumsjahr mit russischen Gastmusikern besetzte, hochkarätige Konzerte im Kreisgebiet, hauptsächlich in Gütersloh und Verl, an. Auch werde der höchste Repräsentant der russisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Erzbischof Mark aus München, im November zu einem Gottesdienst in der Gütersloher Martin-Luther-Kirche erwartet.

Die Anfänge des Forums Russische Kultur stehen in engem Zusammenhang mit der Kinderhilfe Tschernobyl. Diese Initiative hatte es sich 20 Jahre lang zur Aufgabe gemacht, unter den Folgen der Reaktorkatastrophe von 1985 leidende Mädchen und Jungen zu Erholungsferien nach Gütersloh zu bringen. Franz Kiesl unterstützte als damaliger Leiter des Kaufhauses Hertie die Kinderhilfe Tschernobyl. Gemeinsam mit dem damaligen Direktor der Deutschen Bank in Gütersloh, Friedrich Springorum, erkannte Kiesl die vielfach ausgezeichnete Musikalität der jungen Gäste. »Diese Begegnung zwischen Deutschen und Russen musste dauerhaft angelegt werden«, blickt Kiesl zurück und schildert das Motiv für sein Engagement.

Diese ersten Kontakte mit Besuchen auch aus St. Petersburg stellen das Fundament des Forums dar, das als gemeinnütziger Verein am 8. November 1991 im Amtsgericht Gütersloh eingetragen wurde.

Seither ist die Mitgliederzahl des Forums von 63 (1998) auf etwa 370 gestiegen – in diesem Jahr geht Kiesl davon aus, die 400er-Marke zu knacken. Seit Bestehen des Vereins sind Gütersloher Delegationen 17 Mal nach St. Petersburg und 20 Mal nach Moskau gereist. Insgesamt hätten somit 1500 Reiseteilnehmer Russland kennengelernt, Freundschaften und Beziehungen dorthin geknüpft.

Das Kulturprogramm des Forums hat sich durch die Kooperation mit namhaften Musikern Russlands wie Vladimir Spivakov, Igor Epstein oder Alexej Loginow in beiden Staaten einen ausgezeichneten Ruf erworben.

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