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Do., 09.02.2017

Falls das Gütersloher Unternehmen alle Waschmaschinen in Polen produzieren sollte, gibt es hier keinen Ersatz Miele-Verlagerung löst Sorgen aus

In Gütersloh leben 2250 Miele-Mitarbeiter und ihre Familien von der Produktion von Waschmaschinen.

In Gütersloh leben 2250 Miele-Mitarbeiter und ihre Familien von der Produktion von Waschmaschinen. Foto: Oliver Schwabe

Von Stephan Rechlin

Gütersloh (WB). Die geplante Verlagerung von Teilen der Waschmaschinen-Produktion nach Polen ruft bei älteren Miele-Mitarbeitern die Erinnerung an schwarze Rosen wach. Trauerrosen, die 2012 den letzten in Gütersloh produzierten Wäschetrocknern mit auf den Weg gegeben wurden.

Damals hat es ähnlich begonnen. In einer dualen Strategie sollten zunächst nur die für einen begrenzten Markt produzierten Toplader ins neue Werk nach Unicov in Tschechien ausgelagert werden. Drei Jahre später folgte die komplette Wäschetrockner-Produktion. »130 Arbeitsplätze waren davon betroffen«, sagt Gesamtbetriebsratsvorsitzender Klaus Niebusch .

Auf Vorschlag des Betriebsrates wird die Geschäftsleitung die Belegschaft am Freitag bei einer Betriebsversammlung über das geplante neue Waschmaschinenwerk in Polen informieren.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag, 9. Februar, im WESTFALEN-BLATT, Ausgabe Gütersloh .

 

Kommentare

Dinosaurier des Wirtschaftswunders

Bald sind die einstigen Sterne der deutschen Konsumgüterindustrie allesamt Geschichte: ...Grundig, Loewe, Metz, WMF, ...
alles nice to have aber eben nicht
alternativlos. Im gleichen Maße, wie Arbeitnehmer sich mit immer weniger Gehalt zu frieden geben müssen, werden ebendiese nicht die Highendprodukte mehr kaufen können,
womit die Produktion für die kleine
verbliebene Einkommenselite obsolet wird.

08/15-wie wahr.

"Sollen sie doch billig produzieren, billig einkaufen kann ich aber auch - und zwar bei anderen Herstellern !"
Welche Hersteller meinen Sie denn bitte.
Als Miele noch komplett in Deutschland produziert hat, hatten Siemens, Bosch und AEG schon
seit Jahren fast die komplette Produktion ins Ausland verlagert.
Die können Sie also nicht meinen. Wenn Sie aber bei nichtdeutschen Billigherstellern einkaufen wollen,
die nicht einen einzigen Arbeitsplatz in Deutschland geschaffen haben, na bitte.

08/15

Mit Tschechien fing es an, jetzt Produktion in Polen ...
Und klar, erst nur ein bisschen, dann ist schnell die gesamte Produktion verlagert, ganz schäbige Salamitaktik.
Bei dem Qualitätsanspruch - und nicht zuletzt den damit geforderten Preisen - sollte Miele auch Produkte und damit Qualität "Made in Germany" liefern !
Die normale 08/15-Auslandsproduktion nach dem Motto "Hauptsache billig" können alle.
Damit zerstört sich Miele einen bedeutenden Teil des Markenkerns.
Also für mich als Kunde kommt Miele damit nicht mehr in Frage.
Sollen sie doch billig produzieren, billig einkaufen kann ich aber auch - und zwar bei anderen Herstellern !

3 Kommentare

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