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Fr., 21.04.2017

Verteidiger will 17-jährigen Spexarder aus U-Haft holen Es ging wohl um Mädchen

In dieser Siedlung ist es in der Nacht zu Karsamstag zu dem Streit zwischen Jugendlichen gekommen.

In dieser Siedlung ist es in der Nacht zu Karsamstag zu dem Streit zwischen Jugendlichen gekommen. Foto: Alexander Gionis

Gütersloh (WB/cabo). Der Bielefelder Strafverteidiger Alexander Klemme (44) hofft, seinen 17-jährigen Mandanten aus Gütersloh in den nächsten zwei Wochen aus der Untersuchungshaft zu bekommen. Der Tatverdächtige soll in der Nacht zu Karsamstag am Kleeweg in Spexard zwei junge Männer (19 und 21 Jahre) mit einem Messer zum Teil schwer verletzt haben.

Deshalb hatte Staatsanwältin Stefanie Lange einen Haftbefehl beim Bielefelder Amtsgericht erwirkt. Sie verdächtigt den Beschuldigten aus der Determeyer-Siedlung des versuchten Totschlags.

Ermittler einer Bielefelder Mordkommission waren anfangs wohl davon ausgegangen, dass eines der Opfer zwischenzeitlich in Lebensgefahr schwebte. Dies soll nach Auskunft des Verteidigers aber nicht den Tatsachen entsprechen, beruft sich Klemme auf einen aktuellen Bericht des Städtischen Klinikums.

Mädchen sollen in sozialen Netzwerken beleidigt worden sein

Da über die Ostertage vom Gütersloher Jugendamt niemand erreichbar gewesen sei, habe die Staatsanwaltschaft das »große Programm mit Haftbefehl und Mordkommission gefahren«, sagte der Rechtsanwalt. Jetzt werde das Jugendamt ein Gespräch mit der Mutter seines Mandanten führen und einen Bericht an den zuständigen Jugendrichter verfassen. Erst dann könne er einen Antrag stellen, um den Haftbefehl außer Vollzug zu setzen, schilderte Klemme den weiteren Ablauf in der Strafsache.

Bei dem nächtlichen Streit am Kleeweg ging es nach Auskunft des Verteidigers um zwei Mädchen. Diese sollen aus dem Freundeskreis des Tatverdächtigen in sozialen Netzwerken beleidigt worden sein. Um die Sache »zu klären«, hätten sich die sechs Beteiligten zwischen 15 und 21 Jahren auf der Straße verabredet.

»Mein Mandant hat seinen Kumpels das Messer noch abgenommen, um die Lage zu entschärfen, wurde dann aber angegriffen«, sagte Klemme. Die Tatwaffe war in einem nahen Gebüsch gefunden worden.

Kommentare

Na klar, so ein armer kleiner Wicht ... Jetzt kommt eine tolle anrührende Leidgeschichte über den so armen Täter von einem Rechtsanwalt. Dieser kann hier voll Werbung für sich machen und das richtige Klientel für sich erreichen. Achso, stimmt die lesen eh keine Zeitung. Wie ekelhaft muss man sich als Rechtsanwalt fühlen, solche Menschen zu verteidigen. Der sollte sich das Würstchen mal zu Brust nehmen.

Wer es glaubt

Na klar Herr Rechtsanwalt, war alles nicht so schlimm. Die Staatsgewalt hat mal wieder völlig überreagiert.
Der Mandant hat seinem Kumpel das Messer abgenommen. HA HA, der nette Junge von Nebenan warum schmeißt er das Messer dann nicht sofort weg ? Und wieso sticht er damit auf 2 Menschen ein ? Last Ihn im Gefängnis. Aus so einem gewaltbereiten 17 jährigen wird später mal ein netter Schwerverbrecher .

2 Kommentare

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