Do., 07.12.2017

Blankenhagener Bürgerverein tritt Flucht nach vorn an Wappen soll Identität stiften

Dieses von dem Grafiker Lutz Häsker entworfene Wappen zeigt symbolisch die alte Bauerschaft Blankenhagen. Reinhard Welpmann (70, Foto) und weitere Mitglieder des Bürgervereins wollen elf dieser Schilder bis Ostern aufstellen.

Dieses von dem Grafiker Lutz Häsker entworfene Wappen zeigt symbolisch die alte Bauerschaft Blankenhagen. Reinhard Welpmann (70, Foto) und weitere Mitglieder des Bürgervereins wollen elf dieser Schilder bis Ostern aufstellen. Foto: Carsten Borgmeier

Von Carsten Borgmeier

Gütersloh(WB). Ein jetzt entworfenes Wappen stellt die positiven Aspekte dieser uralten Bauerschaft dar – doch auch die Probleme Blankenhagens sollen angepackt werden.

Unter diesem Tenor hat der Bürgerverein Blankenhagen unter Vorsitz von Ursula Höffer (75) am Mittwoch auf dem Hof von Reinhard Welpmann (70) das Wappen präsentiert, das bis Ostern an den Zufahrtsstraßen von Blankenhagen aufgestellt werden soll. Entworfen hat es der Gütersloher Grafiker Lutz Häsker aus der Medienfabrik. Insgesamt sollen elf dieser Schilder aufgebaut werden. Die Kosten dafür belaufen sich demnach auf etwa 3500 Euro.

Blankenhagen wird auf dem Wappen mit viel Grün, einem roten Speichenrad und zwei blauen Bändern dargestellt. Nach Angaben Welpmanns handele es sich bei der im elften und 13. Jahrhundert erstmals erwähnten Bauerschaft im Norden Güterslohs noch immer um eine Ansiedlung mit viel Wald und vielen Wiesen. Die blauen Bänder symbolisierten die Lutter und den Schlangenbach. Das Rad könne als Spinn-, Wagen- oder Mühlrad gedeutet werden.

Denn in früherer Zeit sei auf den Blankenhagener Hofstellen gesponnen worden, um mit dem Garn neben der kärglichen Landwirtschaft ein Zubrot zu erwirtschaften. Aber eben auch das Fuhrwesen – deshalb das Wagenrad – habe eine Rolle gespielt. Und mit Langerts Mühle habe es in Blankenhagen überdies ein Mühlrad gegeben, so Landwirt Reinhard Welpmann.

Der Bürgerverein möchte mit dem Wappen Identität stiften in dem Stadtteil Güterslohs, der zu Unrecht »ein maßlos schlechtes Image« habe, wie Ursula Höffer gestern Abend beklagte. Nicht zuletzt wegen der Starkstrom-Masten, die Amprion im Bereich Blankenhagen und Isselhorst bauen will, könnte dieses schlechte Image noch schlechter werden, befürchten die Mitglieder.

Große Hoffnungen verbinden Ursula Höffer, Pfarrer Fritz Stegen (73), Karl-Heinz Jaschinski (68) und Reinhard Welpmann mit den Plänen eines Blankenhagener Bürgerhauses in der früheren Jakobuskirche. Dieses Zentrum könne dazu beitragen, die in Blankenhagen zahlreich lebenden Flüchtlinge, Russlanddeutschen und ausländischen Leiharbeiter ein Stück weit zu integrieren. »Diese Menschen müssen es aber wollen«, hofft die Vorsitzende.

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