Mi., 20.12.2017

Runder Tisch soll mögliche Auswirkungen besprechen Schweinepest bereitet Sorgen

Die Afrikanische Schweinepest gilt als hochansteckende Krankheit. Die Sorge ist groß, dass sich Wildschweine damit anstecken und die Krankheit in die Region tragen könnten.

Die Afrikanische Schweinepest gilt als hochansteckende Krankheit. Die Sorge ist groß, dass sich Wildschweine damit anstecken und die Krankheit in die Region tragen könnten. Foto: dpa

Gütersloh (WB). Die Afrikanische Schweinepest breitet sich aus. Es sind bereits Fälle aus Tschechien und dem westlichen Polen gemeldet. Sofern die Seuche den Kreis Gütersloh erreicht, ist mit erheblichen Folgen für die Fleischindustrie, aber auch generell für die Tierbestände zu rechnen.

Der Kreisausschuss hat in seiner Sitzung am Montag einem Antrag der CDU-Fraktion zur Einrichtung eines runden Tisches zu diesem Thema einstimmig zugestimmt. Ziel ist es, die Akteure aus Landwirtschaft, Industrie, Verwaltung und Politik an einen Tisch zu bringen und dann über die Gefahrenlage und mögliche Auswirkungen zu informieren.

Die Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest zeichnet sich bereits seit einiger Zeit ab. Die Verwaltung hat an verschiedenen Stellen, im Kreistag oder Ausschusssitzungen, auf die Seuche hingewiesen. So hat in der vergangenen Kreistagssitzung Dr. Johanna Neudecker den Stand der Ausbreitung in Osteuropa geschildert.

Frühzeitige Abstimmung ist erforderlich

Dezernent Thomas Kuhlbusch sprach sich in der Sitzung des Kreisausschusses dafür aus, einen entsprechenden Austausch vorzubereiten und diesen zu Anfang oder Mitte Februar nächsten Jahres durchzuführen.

Zu Anfang Januar hat der Kreis Gütersloh außerdem gemeinsam mit dem Landwirtschaftlichen Kreisverband Gütersloh des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes, der Kreisstelle Gütersloh, der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und der Kreisjägerschaft Gütersloh Landwirte und Jäger zu einer Informationsveranstaltung in das Kreishaus eingeladen.

Neben Informationen zur Entwicklung der Seuche sollen vor allem die Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, die die Jäger und die Landwirte ergreifen können, um einer Ausbreitung der Schweinepest vorzubeugen.

Daran anschließend den runden Tisch einzuberufen, sei überaus sinnvoll, erklärte Kuhlbusch. Damit bestehe die Möglichkeit, sich gegenseitig über den aktuellen Stand der Präventivmaßnahmen auszutauschen, aber auch weitere gemeinsame Schritte festzulegen.

Der Afrikanischen Schweinepest, soweit wie möglich, vorzubeugen und im Fall der Fälle erfolgreich zu bekämpfen und deren wirtschaftlichen Schäden möglichst gering zu halten, setze voraus, sich frühzeitig abzustimmen und gemeinsam zu handeln, betonte Kuhlbusch zum Abschluss im Ausschuss.

 

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