Fr., 09.02.2018

Gütersloh: Wertkreis krempelt nach nur drei Jahren seine Kontrollgremien um Aufsichtsrat kehrt zurück

Die Mitarbeiter des Wertkreises bekommen den Aufsichtsrat zurück.

Die Mitarbeiter des Wertkreises bekommen den Aufsichtsrat zurück. Foto: Wolfgang Wotke

Von Stephan Rechlin

Gütersloh (WB). Alle Jahre wieder ändert der Wertkreis Gütersloh gerne mal seine komplette Gesellschaftsstruktur. Vor drei Jahre erst schaffte er seinen Aufsichtsrat ab, jetzt schafft er ihn wieder an.

Durch den Verzicht auf den Aufsichtsrat sollte der Wertkreis schlanker werden und effizienter arbeiten, kündigte Kreisdirektorin Susanne Koch 2015 an. Das Gremium sei weder der Größe des Betriebes noch der Art der wirtschaftlichen Betätigung nach angemessen. Seine Kontrollfunktion könne auch die Gesellschafterversammlung übernehmen.

Drei Jahre später habe die Praxis gezeigt, »dass es sinnvoll und notwendig erscheint, zu einer geteilten Struktur mit Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat zurückzukehren.« Welche praktischen Erfahrungen das konkret sein sollen, teilt Susanne Koch in ihrer Vorlage an Kreisausschuss und Kreistag nicht mit.

Zwölf Mitglieder im neuen Kontrollgremium

Die beiden Gremien müssen darüber entscheiden, weil der Kreis Gütersloh 74 Prozent der Anteile am Wertkreis hält; die restlichen 26 Prozent gehören der Lebenshilfe. Verkürzt zusammengefasst soll die Gesellschafterversammlung fortan von bisher zwölf auf vier Mitglieder reduziert werden. Der Kreistag würde dann nicht mehr acht Mitglieder entsenden, sondern nur noch zwei. Statt dessen würde der Aufsichtsrat wiederbelebt und mit zwölf Mitgliedern besetzt, darunter acht aus dem Kreistag. Vier Kreistagsmitglieder der CDU, zwei der SPD und je eines der Grünen und von FWG-UWG würden durch ihre Teilnahme eine Erstattung ihrer Fahrtkosten sowie einen Ersatz des Verdienstausfalles oder eine Entschädigung für die Haushaltsführung bzw. Kinderbetreuung erhalten. Der Vorsitzende erhält zusätzlich eine monatliche Aufwandsentschädigung in der Höhe, wie sie dem Vorsitzenden eines Ausschusses des Kreistages zusteht. Der Stellvertreter – er wird von der Lebenshilfe gestellt – würde die Hälfte bekommen. Der Aufsichtsrat soll mindestens viermal pro Jahr tagen.

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