Mi., 14.02.2018

Gütersloher Kreishaus: Verwaltung legt Zeitplan und erste Kostenschätzung vor Erweiterung kostet 22,2 Millionen Euro

Im ersten Quartal 2019 könnte der erste Spatenstich für das Parkdeck erfolgen.

Im ersten Quartal 2019 könnte der erste Spatenstich für das Parkdeck erfolgen. Foto: Stephan Rechlin

Gütersloh (WB/mdel). Die Kreisverwaltung hat für die geplante Erweiterung des Kreishauses an der Herzebrocker Straße eine erste grobe Kostenschätzung und einen möglichen Zeitplan vorgelegt. Demnach ergibt sich für den Neubau und ein Parkdeck ein Investitionsbedarf von 22,2 Millionen Euro.

Im Neubau möchte die Verwaltung 270 Arbeitsplätze einrichten, davon sind 210 für das Jobcenter bestimmt. Der Kreis möchte die fünf angemieteten Standorte im Gütersloher Stadtgebiet auflösen und am Kreishaus zentralisieren (das WESTFALEN-BLATT berichtete).

Die weiteren 60 Arbeitsplätze werden benötigt, um Raumbedarfe im bestehenden Kreishaus zu decken, die durch die Rückführung von Pro Wirtschaft und Revision, den Ausbau des Krisenstabsraumes und Entwicklungsreserven (zum Beispiel für mehr Auszubildende) entstehen.

Parkdeck mit 300 Stellplätzen soll zuerst entstehen

Wenn der Kreistag Ende Februar einen Grundsatzbeschluss getroffen hat, soll innerhalb von sechs Monaten ein verbindliches Raumprogramm erstellt werden. Es soll dann die Grundlage zur Durchführung eines Architektenwettbewerbs bilden. Gleichzeitig soll die Verwaltung Gespräche mit der Stadt Gütersloh führen, um das Baurecht für die Erweiterung zu erlangen.

Das Parkdeck mit bis zu drei Ebenen soll auf der Grundstücksfläche zwischen dem Lidl und dem bestehenden Verwaltungsgebäude entstehen. »Es ist davon auszugehen, dass auf der Parkpalette ein Volumen von rund 300 Stellplätzen geschaffen werden kann«, heißt es in der Verwaltungsvorlage, die am Montag, 19. Februar, im Kreisausschuss beraten wird.

Um die Baumaßnahmen zu entzerren und ein Park-Chaos am Kreishaus zu vermeiden, soll die Errichtung des Parkdecks vorgezogen werden. »Idealerweise sollte das Parkdeck bereits betriebsbereit errichtet sein, wenn mit der Baumaßnahme für den Erweiterungsbau begonnen wird«, heißt es in der Vorlage.

Noch einige Unwägbarkeiten in der Berechnung

Laut Zeitplan könnte die Bauphase im ersten Quartal 2019 beginnen. Für die Errichtung des Parkdecks sind neun Monate veranschlagt. Für die Planung und die Errichtung des Erweiterungsbaus wird mit einem Umsetzungszeitraum von vier Jahren gerechnet.

Die Kosten- und Finanzierungskalkulation ist für die Kreisverwaltung derzeit noch mit vielen Unwägbarkeiten behaftet. So sind bei dem grob geschätzten Investitionsbedarf in Höhe von rund 22,2 Millionen Euro die Kosten für die Erschließung, Außengestaltung und Einrichtung noch nicht enthalten.

Bei einer Finanzierung von ein Prozent Tilgung und drei Prozent Zinsen würde sich ein Schuldendienst von jährlich knapp 900.000 Euro ergeben. Da der überwiegende Teil der Nutzung durch das Jobcenter erfolgen soll, würde dem Jobcenter eine kalkulatorische Miete berechnet, die dann zu 85 Prozent aus dem Verwaltungskostenbudget des Bundes finanziert wird. »Somit verbliebe für den Kreis aus dem beabsichtigten Gesamtprojekt ein Eigenfinanzierungsanteil von rund 250.000 Euro«, heißt es in der Vorlage.

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