Mo., 26.02.2018

Maurice Bentrup ist einziger Gütersloher Teilnehmer bei »Jugend forscht« Das Kettcar fährt mit Elektro-Antrieb

Maurice Bentrup hat sich mit dem Umbau der Hinterachse eines Kettcars für Elektrobetrieb auseinandergesetzt. Im Fachbereich Technik erhält er einen dritten Preis.

Maurice Bentrup hat sich mit dem Umbau der Hinterachse eines Kettcars für Elektrobetrieb auseinandergesetzt. Im Fachbereich Technik erhält er einen dritten Preis. Foto: Sophie Hoffmeier

Von Sophie Hoffmeier

Gütersloh (WB). Die Waldorfschule in Friedrichsdorf haut es raus. Die anderen weiterführenden Schulen mögen ihre Mint-Schwerpunkte und Laptop-Klassen haben. Doch die Waldorf-Schule hat mit Maurice Bentrup (13) den einzigen Teilnehmer aus Gütersloh beim diesjährigen Regionalwettbewerb »Jugend forscht« in Herford.

Im Wettbewerb »Technik« holte er am Wochenende mit seinem E-Kettcar den dritten Platz. Ein Erfolg, an dem Maurice Bentrup lange herumgetüftelt hat. Vor gut sechs Monaten hatte Bentrup begonnen, sein Sieben-Gang-Kettcar mit einem Elektro-Antrieb auszurüsten. Zunächst hatte er das Projekt für seine Halbjahresarbeit vorgesehen, die alle Waldorfschüler in der siebten Klasse anfertigen. Doch daraus wurde schon bald mehr.

Ein hinreichend starker Zwölf-Volt-Elektromotor war schnell gefunden. Die ersten Tests liefen positiv. Die Messung der Drehzahl ergab 3000 Umdrehungen pro Minute. Maurice Bentrup rechnete nach: mit dieser Leistung würde es sein Kettcar auf 200 Stundenkilometer bringen.

Kein passendes Zahnrad

Voll krass, aber viel zu schnell. Mit dem Modell aus einem Metallbaukasten rückte Bentrup dem Geschwindigkeitsproblem näher. Verschiedene Experimente brachten ihn auf die Lösung: »Wenn wie beim Fahrrad unterschiedlich große Kettenräder eingesetzt werden, kann man die Drehzahl der Antriebsachse und damit die Geschwindigkeit optimal einstellen.« Im Fall seines Kettcars sollte der Zahnkranz auf der Antriebsachse etwa 20-mal so groß sein wie der am Motor.

Blöd nur: Es gab keine Zahnräder mit zwölf Zähnen in 20-facher Größe. Also entwickelte er das geeignete Kettengetriebe einfach selbst: »Mit vier Zahnkränzen führt es nicht nur zu einer geeigneten Drehzahl, sondern auch zu einer höheren Antriebskraft.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5550480?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516079%2F