Di., 06.03.2018

GSG äußert weitere Wünsche zur Entwicklung des Heidewald-Geländes Stadtschützen fordern höhere Pacht

Ziehen Bilanz: Schatzmeister Klaus-Peter Brambach, Vorsitzender Patrick Seidel und zweiter Vorsitzender Daniel Schüppen.

Ziehen Bilanz: Schatzmeister Klaus-Peter Brambach, Vorsitzender Patrick Seidel und zweiter Vorsitzender Daniel Schüppen. Foto: Jens Dünhölter

Gütersloh (WB/jed). Der FC Gütersloh hat seine Ideen zur Errichtung eines Multi-Funktionsraums im Heidewaldstadion vorgestellt. Noch ist allerdings überhaupt nicht klar, ob die Stadt Gütersloh als Pächterin des Geländes dem Verein das Stadion über das Jahr 2019 hinaus weiter zur Verfügung stellen kann.

Das Fragezeichen fußt im absehbaren Ende eines »Mehr-Generationen-Pachtvertrages«. Eigentümerin des vier Hektar großen Geländes ist nämlich die Gütersloher Schützengesellschaft (GSG).

10.000 Quadratmeter nutzen die Schützen selbst (Schützenheim, Schießstand); 30.000 Quadratmeter hat die Stadt Gütersloh für das Stadiongelände gepachtet.

Unterschrieben ist noch nichts

Mitte 2019 endet der 1969 geschlossene 50-Jahres-Pachtvertrag. Beide Seiten sind stark an einer Vertragsverlängerung interessiert. Unterschrieben ist trotz des von Schützenseite bewusst großzügig gewählten »Zeit- und Entscheidungsfensters« mit im Sommer 2016 begonnenen, »guten, konstruktiven, einvernehmlichen, vertrauensvollen Gesprächen« (so der Vorsitzende Patrick Seidel) indes nichts.

Dies erklärte der Stadtschützen-Chef am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung im Heidewald-Schießstand. Patrick Seidel: »Wir sind der Überzeugung, dass wir mit der Stadt Gütersloh auf dem richtigen Weg sind.« Trotz einiger lose eingegangener anderer Anfragen, brauche man sich »nicht nach Alternativen« umzuschauen. Bislang stehe jedoch »noch keine Summe drunter, es ist noch nichts unterschriftsreif«.

Anpassung der finanziellen Konditionen steht an

Gesprächs- und Verbesserungsbedarf sieht der Verpächter neben zeitgemäßen Vertragsformulierungen in der Anpassung der finanziellen Konditionen. Nach Informationen aus dem Verein überweist die Stadt den Stadtschützen ein Pachtsalär von 11.000 Euro pro Jahr. Nach Einschätzung lokaler Immobilienhändler liegt der ortsübliche Satz bei vergleichbarer Lage und Grundstücksgröße in zweieinhalb- bis dreifacher Höhe.

Der Vorsitzende hält sich in mit Aussagen zu konkreten Beträgen bewusst zurück: »Der Vorstand hat mit der Stadt Stillschweigen vereinbart. Daran halten wir uns. Zahlen gibt es, wenn wir soweit sind.«

Verkehrssicherheit soll verbessert werden

Zur den von Seidel propagierten »Wünschen an die Stadt« zählt dabei die Erhöhung der Verkehrssicherheit des unbeleuchteten, nachts stockdunklen Areals durch das Aufstellen von Laternen sowie primär eine Umfeldverbesserung der Parkflächen. Bei starken Regenfällen erinnert die von Schlaglöchern gezäumte Schotterzufahrt einer Seenlandschaft.

Die Stadtschützen möchten die Verdichtung der Oberfläche sowie die Bestandspflege für Grund und Boden vertraglich festlegen. Patrick Seidel: »Mit den Anliegen stoßen wir bei der Stadt auf offene Ohren.« Bei der Verkürzung der Pachtdauer von 50 Jahren auf 20 oder 30 Jahre sind sich beide Seiten einig. Den unterschriftsreifen Vertrag möchte der Vorstand den Mitgliedern »zwischen Herbst 2018 und Ostern 2019 präsentieren«, so Seidel.

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