Di., 06.03.2018

Peter Schmidt aus Gütersloh ist Botschafter der Mission Aviation Fellowship (MAF) Dschungelflieger bringen Hilfe

Die Maschine ist gelandet. Im vergangenen haben Menschen in abgelegenen Regionen – wie hier irgendwo in Afrika – mehr als 7000 Tonnen Hilfsgüter durch die MAF-Piloten erhalten.

Die Maschine ist gelandet. Im vergangenen haben Menschen in abgelegenen Regionen – wie hier irgendwo in Afrika – mehr als 7000 Tonnen Hilfsgüter durch die MAF-Piloten erhalten.

Von Carsten Borgmeier

Gütersloh (WB). Wer in entlegenen Regionen lebt und schwer erkrankt, für den ist diese Fluggesellschaft ein Geschenk des Himmels: Piloten der Mission Aviation Fellowship (MAF) landen dort, wo es Autos nur schwer oder gar nicht hinschaffen. Seit Februar repräsentiert Peter Schmidt (59) aus Gütersloh diese Hilfsorganisation in Deutschland.

Peter Schmidt (59) ist seit Februar Leiter der Botschafterarbeit bei der MAF. Foto: Carsten Borgmeier

Der Betriebswirt und ehemalige Geschäftsführer hat sich als Leiter der Botschafterarbeit auf die Fahnen geschrieben, die »größte, nichtkommerzielle Fluggesellschaft« im Bundesgebiet bekannter zu machen.

Denn während die MAF vorwiegend auf dem afrikanischen Kontinent als Dschungelflieger hochgeschätzt sei, kenne sie in Deutschland kaum jemand. »Das soll sich ändern«, sagt Schmidt selbstbewusst, der für die Hilfsorganisation intensiv die Spendentrommel rühren will.

Er selbst habe bis vor einigen Monaten ebenfalls noch nie etwas von der MAF gehört, berichtet Schmidt. Es sei ein Zufallstreffer bei Google gewesen, als sich das ehrenamtliche Mitglied der Gemeindeleitung der Gütersloher Christuskirche nach einem neuen Job hatte umsehen müssen. Mit der Bewerbung in der deutschen MAF-Zentrale in Siegen klappte es demnach auf Anhieb – und Peter Schmidt ist nun als hauptberuflicher Botschafter tätig.

Zehn Autostunden bis zum Krankenhaus

»Wir sind ein weltweit agierendes, spendenfinanziertes, unabhängiges christliches Missionswerk«, erläutert der 59-Jährige, »unser Ziel ist es, in unwegsamen Ländern und Gebieten der Erde, die mangels Straßennetz unentbehrliche fliegerische Infrastruktur zu garantieren.«

Wer schwer krank im Dschungel liege und per Jeep zehn oder mehr Stunden ins nächste Krankenhaus gefahren werde müsste, könne auf die Piloten der MAF zählen: »Unsere Flugzeuge benötigen für die Strecke nur eine Stunde.«

1250 Mitarbeiter weltweit

Die MAF hat nach Angaben von Peter Schmidt weltweit etwa 1250 Mitarbeiter. Die Piloten, die oftmals ihren eigenen Spenderkreis im Rücken hätten, seien für 2000 kirchliche und humanitäre Organisationen, darunter das Rote Kreuz, die Christoffel-Blindenmission oder Unicef, im Einsatz.

»Unter den etwa 330 Piloten sind zehn Deutsche«, so der Gütersloher. 136 Flugzeuge seien im Einsatz. 2016 seien von MAF International – ohne USA und Kanada – weltweit mehr als 1500 Ziele angeflogen und dabei fast 7000 Tonnen Hilfsgüter transportiert worden. »Damit landen wir auf mehr Flugplätzen und Pisten als jede andere Fluggesellschaft.«

Der Botschafter soll demnächst die Arbeit seiner Organisation vor Ort kennenlernen. Wo es genau hingehe, wisse er noch nicht. Papua-Neuginea würde ihn interesseren, sagt Schmidt. Mehr Infos zur Organisation gibt es auf deren Internetseite.

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