Mi., 07.03.2018

Gütersloh: IHK-Konjunkturumfrage wartet mit neuen Rekordwerten auf Industrie brummt einfach weiter

Das Verarbeitende Gewerbe im Kreis Gütersloh erzielt neue Spitzenwerte bei Umsatz und Beschäftigung. Dazu zählt auch die Möbelindustrie.

Das Verarbeitende Gewerbe im Kreis Gütersloh erzielt neue Spitzenwerte bei Umsatz und Beschäftigung. Dazu zählt auch die Möbelindustrie. Foto: dpa

Von Stephan Rechlin

Gütersloh (WB). Ob mit oder ohne Regierung in Berlin – der industrielle Motor im Kreis Gütersloh brummt von Rekord zu Rekord. Rekordumsätze, Rekordbeschäftigung, Rekordaussichten.

Obwohl es ihnen selbst inzwischen unheimlich wird, verkünden Dr. Markus Miele und Dr. Christoph von der Heiden von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostwestfalen zu Bielefeld einfach weiter die frohen Botschaften aus ihrer Konjunkturumfrage. Die folgenden Zahlen sind allesamt Zehnjahres-Höchstwerte: Das Verarbeitende Gewerbe setzte 18,8 Milliarden Euro um, das sind mehr als die Kreise Minden-Lübbecke, Herford und Paderborn zusammen schaffen (18,5 Milliarden Euro). In- und Auslandsumsatz trugen mit den neuen Spitzenwerten 11,1, bzw. 7,7 Milliarden Euro zu diesem Ergebnis bei. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Vorjahresvergleich um 8,3 Prozent auf 58.739 Menschen allein im Verarbeitenden Gewerbe; die Zahl aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg um 3,5 Prozent auf 172.045 Menschen. Diese 3,5 Prozent entsprechen 5885 Menschen im Vorjahresvergleich. Die Gesamtzahl bedeutet, dass heute gegenüber dem Jahr 2009 gut 34.000 Menschen mehr im Kreis Gütersloh beschäftigt sind – Arbeitsplätze im Ausmaß einer mittleren Stadt.

Die Stimmung bleibt gut

Die IHK fragte bei 366 Unternehmen mit 42.215 Beschäftigten nach, darunter 90 reine Industriebetriebe mit 30.319 Mitarbeitern. Von den Industriefirmen bewertet nur ein Betrieb die aktuelle Geschäftslage als schlecht, 80 Prozent halten sie für gut. Zwei Drittel aller Unternehmen haben mehr als im Vorjahr investiert, ein Viertel so viel wie im Vorjahr. Wiederum knapp zwei Drittel der Firmen erwarten in diesem Jahr steigende Inlandsumsätze, 14 Prozent richten sich auf einen Rückgang ein. 71 Prozent der Betriebe erwarten steigende Umsätze im Ausland, vier Prozent fürchten, dass dort weniger verdient wird. Der Konjunkturklimaindex aller 366 befragten Unternehmen stieg von 139 auf 147 Punkte an, der Index der Industriebetriebe von 143 auf 150 Punkte. Bei den Dienstleistern und im Großhandel bleibt die Stimmung so gut wie sie war, im Einzelhandel wird sie skeptischer.

Fachkräftemangel und Arbeitskosten

Fachkräftemangel und daraus folgend höhere Arbeitskosten werden neben steigenden Rohstoffpreisen als die größten Risiken für künftiges Wachstum genannt. Die Zollandrohungen des amerikanischen Präsidenten Trump waren zum Zeitpunkt der Umfrage noch nicht bekannt. Miele und von der Heiden erinnerten noch einmal an den Flächenbedarf im Kreis Gütersloh. Während die Umsätze seit 2006 um 45 Prozent gestiegen seien, habe die Industrie- und Gewerbefläche nur um 0,1 Prozent zugenommen.

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