Mi., 14.03.2018

Zum 25. Geburtstag des Gütersloher Kurzfilmfestivals gibt’s auch eine Kultnacht Ganz großes Kino in kleinen Happen

Die Volksbank um Karina Wiemann sponsort 250 Euro für den Sieger. Detlef Clever und Christian Groteheide (rechts) freuen sich.

Die Volksbank um Karina Wiemann sponsort 250 Euro für den Sieger. Detlef Clever und Christian Groteheide (rechts) freuen sich. Foto: Elke Westerwalbesloh

Von Elke Westerwalbesloh

Gütersloh (WB). Die Filmemacher haben nur wenige Minuten, um ihre Geschichte zu erzählen. Dem einen gelingt das besser als dem anderen. Wer sich am geschicktesten bei der cineastischen Kurzkost anstellt, das wird sich beim nächsten Kurzfilmfestival am 16. und 17. März im Bambi-Kino zeigen.

Und immerhin sind 40 Mini­clips an den beiden Tagen, aufgeteilt in zwei Sektionen, zu sehen. Teilweise völlig abgedreht: Ob sich nun die Waldorfschule aus Gütersloh mit ihrem regionalen Beitrag »Keiner schlafe« acht Minuten ganz ohne Worte präsentiert, dafür aber Italo-Westernmusik bietet, oder aber rachsüchtige Geister in »Bloody Mary« die hauseigenen Spiegel bewohnen.

Jeder Streifen hat Gewinnchancen

Auch grandiose Schauspieler wie Gustav Peter Wöhler und Anke Engelke in »Herman, the German« liefern kuriosen Stoff, erzählen vom angstfreien Bombenentschärfer.

Alles ist beim Kurzfilmfestival möglich. Organisator und Jury-Mitglied Detlef Clever freut sich sogar über die Vielfalt, immerhin hat er sie mit ausgesucht. »In unserem Jubiläumsjahr war es sogar nicht schwer, die Kurzfilme auszuwählen, die gezeigt werden«, sagt Clever.

Denn es wurden Filme für dieses Festival eingereicht, die alle die Qualität eines Gewinnerfilms haben – »und auch die Anzahl der Filme war gerade ausreichend«, ergänzt der Verantwortliche für das Festival-Programm.

Das Publikum hat sich gewandelt

Auf zwölf regionale Filme können sich die Besucher freuen, die für die gesamten Festivaltage inklusive Eröffnungsfeier am Freitag, 16. März, und der speziellen Kultnacht (Samstag, 17. März) sowie der Preisverleihung (Mittwoch, 21. März) nur 18 Euro berappen müssen. »Ein guter Preis«, sagt Clever, der gleich zu verstehen gibt, dass sich das Kurzfilmfestival wirtschaftlich für das Organisationsteam nicht lohnt.

In den 25 Jahren habe sich viel verändert, weiß auch Kinobetreiber Oliver Groteheide. Und das sei nicht nur die Technik, scherzt er. »Das Publikum hat sich gewandelt«, sagt Groteheide. Die Cineasten seien nicht mehr ganz so stark vertreten.

Zur Geburtsstunde des Kurzfilmfestivals 1994 wurden nur sieben Filme präsentiert – heute sind es 40 und die Besucherzahlen über die drei Tage kratzen schon mal an der 500er-Marke. Filmemacher wie Christian Ditter und Carsten Unger haben ihre Streifen hier gezeigt. Das gesamte Programm des Festivals gibt es unter kurzfilmfestival-gt.de .

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