Fr., 23.03.2018

Verein DKB Mühlenstroth beantragt Gelder für Museumsbau in Gütersloh Schaufeln für 85 Meter neue Gleise

Julian Brown (links) und Nikolas Johannknecht schaufeln Schotter auf einen insgesamt 85 Meter langen Bahnstreckenabschnitt. Hier verlegt der Verein neue Gleise.

Julian Brown (links) und Nikolas Johannknecht schaufeln Schotter auf einen insgesamt 85 Meter langen Bahnstreckenabschnitt. Hier verlegt der Verein neue Gleise. Foto: Wolfgang Wotke

Von Elke Westerwalbesloh

Gütersloh (WB). Am Postdamm auf dem Mühlen­stroth-Gelände dampft gerade nichts auf den Gleisen – außer vielleicht Julian Brown und Nikolas Johannknecht. Denn die Vereinsmitglieder nutzen die Saisonpause für den Bau neuer Bahnschienen auf ihrem Areal.

Und da haben nicht nur die beiden Jungs ganz schön was zu schleppen und zu schaufeln. Insgesamt 85 Meter – »zweigleisig wohlgemerkt«, fügt Julian Brown (23) gleich hinzu – werden an der Haltestelle Postdamm in ein neues Bett gelegt. »33 Kilogramm wiegt ein Meter Schiene«, ergänzt der 19-Jährige Nikolas Johannknecht.

»Das mal vier, weil es ja zweigleisig läuft, ist schon harte Arbeit«. Innerhalb von zwei Tagen möchten die beiden, die natürlich Unterstützung vom Abbruchunternehmen Hagedorn und dem Vereinskollegen Wolfgang Rieländer haben, fertig werden.

Vieles passiert ehrenamtlich

Die alten, in die Jahre gekommenen Schienen hat der Verein Dampf-Kleinbahn-Mühlenstroth (DKBM) bereits im Februar entfernt. Auch die neuen Schienen liegen schon parat: »Es sind gebrauchte, die wir selbst mit dem LKW aus Hüten abgeholt haben«, sagt der 19-Jährige. Die Männer vom Unternehmen Hagedorn haben die Strecke ausgekoffert und sorgen für das Schotterbett. »Alles andere erfolgt dann ehrenamtlich«, ergänzt Brown.

Hier soll demnächst eine neue Halle entstehen – die Fördergelder sind noch nicht freigegeben. Foto: Wolfgang Wotke

In die Jahre gekommen ist nicht nur die für die Umbauphase stillgelegte Bahnstrecke, die bis zur Saisoneröffnung am 1. Mai wieder fit sein soll. Auch die Dampfloks, die der Verein seit 1973 bewegt, sind ganz antike Schätzchen. Die Loks und Waggons waren früher bei Klein-, Wald- und Feldbahnen neben dem Personenverkehr für Transporte eingesetzt. Heute nennt der Verein zehn Dampf- und acht Dieselloks, dazu 40 Personen- und Güterwagen sein eigen.

Architekt hat die Pläne für das Museum schon parat

Dass der Lokschuppen im hinteren Bereich des Geländes schon lange nicht mehr ausreicht, um alle Maschinen unterzubringen, daraus macht der Verein kein Geheimnis. Insgesamt 350.000 Euro möchte der 1972 gegründete DKBM für sein »Westfälisches Kleinbahn- und Dampflokmuseum« ausgeben. »Wir haben auch Fördergelder beantragt, auf deren Freigabe wir warten«, erläutert Johannknecht. Architekt Reinhard Michel hat bereits die notwendigen Pläne erstellt.

Da die Ausstellungshalle direkt an das bestehende Gebäude grenzen soll, müssen erneut Schienen verlegt werden. Die Gleise haben sie schon besorgt, warmgeschaufelt haben sie sich ebenfalls – »es könnte also gleich weitergehen«, wünscht sich Brown.

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