Do., 17.05.2018

Absperrgitter auf dem Berliner Platz erhitzen die Gemüter »Kunstwerk« ist bald weg

Um weitere Unfälle zu vermeiden, sind vor Monaten Absperrgitter am Wasserband installiert worden.

Um weitere Unfälle zu vermeiden, sind vor Monaten Absperrgitter am Wasserband installiert worden. Foto: Carsten Borgmeier

Von Michael Delker

Gütersloh (WB). Das Wasserband auf dem Berliner Platz sorgt weiterhin für Unmut. »Wir machen uns da zum Affen«, meinte SPD-Ratsfrau Ingrid Schrader am Dienstagabend im Planungsausschuss.

Ihren Blick hatte sie auf die Absperrgitter gerichtet, die vor Monaten platziert wurden, um weitere Unfälle an der Treppenanlage zu vermeiden. In der Vergangenheit sei sie immer wieder darauf angesprochen worden, so Schrader: »Ich habe keine Lust mehr, den Leuten zu sagen, dass ich nicht weiß, wann dort etwas passiert.«

Für Aufklärung konnte in der Sitzung auch Stadtbaurätin Nina Herrling nicht sorgen. Dort fehlten ihr die Detailkenntnisse. Dafür regten die Absperrgitter die Phantasie der Ausschussmitglieder an. BfGT-Ratsherr Norbert Morkes berichtete von Erlebnissen bei der langenachtderkunst: »Dort wurden die Gitter kurzerhand zum Kunstwerk erklärt.«. Seinen CDU-Kollegen Detlev Kahmen beflügelte diese Vorstellung: »Vielleicht sollten wir sie farblich gestalten?«

Nüchterner kommentierte die städtische Sprecherin Susanne Zimmermann am Mittwoch den Sachstand. »Mit der Gütersloh Marketing war vereinbart worden, dass die Nachrüstungsarbeiten für das Wasserband nach Abschluss des Gütersloher Frühlings durchgeführt werden«, teilte sie auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage mit.

Aufgrund von Lieferschwierigkeiten bei den taktilen Platten, die dort verlegt werden sollen, sei nun Ende Mai, Anfang Juni als Termin für die Arbeiten avisiert. Neben den Noppenplatten aus europäischem Granit sollen drei Handläufe installiert werden, und zwar jeweils einer an den langen Seiten der Stufenanlage und einer mittig an der kurzen, dem Kaufhaus Karstadt zugewandten Seite.

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