Fr., 18.05.2018

Zum Welttag gegen Homophobie zeigen Betroffene Flagge am Kolbeplatz »Wir wollen doch nur wir sein dürfen«

Bürgermeister Henning Schulz (Mitte) begrüßt die Akteure, die auf dem Kolbeplatz gegen Homophobie demonstrieren.

Bürgermeister Henning Schulz (Mitte) begrüßt die Akteure, die auf dem Kolbeplatz gegen Homophobie demonstrieren. Foto: Carsten Borgmeier

Gütersloh (WB/cabo). Zum Welttag gegen Homophobie haben sich Akteure verschiedener Gruppen am Donnerstag auf dem Kolbeplatz getroffen. Auch Bürgermeister Henning Schulz (45) schaute vorbei und suchte das Gespräch.

Mit Homophobie ist eine soziale Aversion gemeint, die sich gegen Schwule und Lesben richtet und sogar in Gewalt ausarten kann.

Mit ihrem Auftritt am Donnerstag haben sich die etwa 30 Frauen und Männer, darunter viele Jugendliche, dafür stark gemacht, was ihrer Ansicht nach eigentlich normal sein sollte: »Liebe ist Liebe – egal ob lesbisch, hetero, trans, schwul oder bi«, brachte es der Initiator und Mit-Organisator Stefan Matthias Pape (24) auf den Punkt.

Gemeinsam mit der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Inge Trame stellte der Student aus Gütersloh das mehrstündige Programm auf die Beine. Auch die Opferschutzbeauftragte der Kreispolizeibehörde, Ursula Rutschkowski, wirkte mit.

Bürgermeister lobt hohe Teilnehmerzahl der Aktionen

In einem kurzen Interview auf der Bühne erinnerte Pape daran, dass Schwul-sein in mindestens sieben Ländern weltweit mit der Todesstrafe bedroht sei. Zum Programm: So hatten gegen 13 Uhr die Teilnehmer mehrere Infostände, einen Beratungsbus und ein Frauencafé auf dem Kolbeplatz eröffnet. Der Arbeitskreis Jungenarbeit des Kreises lud ein zur Ausstellung mit Titel »Crossdressing«, wobei es um das Tragen von Kleidung des anderen Geschlechts ging; das Jugendzentrum Bauteil 5 stellte eine Leinwand auf, auf der von Passanten Kommentare zur sexuellen Vielfalt hinterlassen werden konnten. Auch Musik- und Tanzgruppen traten auf. So lieferte die Wiedenbrücker Rock-Popformation Wohnzimmersoul mit Bandleader Marc Tecklenborg den Nachmittag über gleich drei starke Gigs zu je 45 Minuten ab.

Der Bürgermeister lobte die hohe Teilnehmerzahl der Aktionen. Die Akteure hatten wie 2017 eine Veranstaltungsreihe unter dem Motto »Gütersloh ver/liebt sich« ins Leben gerufen. Sie begann am Mittwoch, 9. Mai, mit einem Workshop »für queere Jugendliche«, gestern Abend gab es einen »Rainbowflash«, dabei stiegen Luftballons in Farben des Regenbogens in den Himmel, verbunden mit Botschaften gegen Homo- und Transphobie. Heute um 18 Uhr beginnt in der Weberei eine Queer-Party.

Zu den beteiligten Gruppen gehören der Arbeitskreis Jungenarbeit im Kreis, die Sexualpädagogik und Aidsprävention der Arbeiterwohlfahrt (AWO), der AWO-Bezirksverband OWL, eine Elterngruppe homosexueller Töchter und Söhne, die Frauenberatungsstelle, die Falken, die Weberei, der Verein Trotz allem und Pro Familia.

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