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Sa., 01.04.2017

Nach Auffahrunfall muss Verursacher (68) aus umgekippten Auto befreit werden Alkoholisiert Vater und Kind (3) gerammt

Bei dem Auffahrunfall kippt ein Golf-Variant auf die Seite und beschädigt auch einen Kabelverzeigerkasten. Der alkoholisierte Fahrer wird über die Heckklappe befreit.

Bei dem Auffahrunfall kippt ein Golf-Variant auf die Seite und beschädigt auch einen Kabelverzeigerkasten. Der alkoholisierte Fahrer wird über die Heckklappe befreit. Foto: Küppers

Halle (WB/SKü). Bei einem spektakulären Auffahrunfall, bei dem ein Beteiligter offenbar unter Alkoholeinfluss stand, sind am Samstagnachmittag in Halle zwei Menschen verletzt worden, darunter ein dreijähriges Mädchen.

Gegen 14.20 Uhr befuhren beide Unfallbeteiligte die Wertherstraße in Halle stadtauswärts in Richtung Westumgehung. In Höhe der Einfahrt Waldenburger Straße bremste ein 29-jähriger Volvo-Fahrer sein Fahrzeug ab, um nach rechts vor seine Garageneinfahrt zu steuern. Im Fahrzeugfonds des 29-jährigen Litauers, der fest in Halle wohnt, saß sein dreijähriges Kind, zum Glück ordnungsgemäß in einem Kindersitz gesichert.

Hinter dem Volvo fuhr ein 68-jähriger Haller in einem Golf-Variant. Nach Polizeiangaben nahezu ungebremst fuhr der Golf-Fahrer auf den abbiegenden Volvo auf. Beim Aufprall kippte der Golf auf die Seite und rutschte zudem gegen einen Stromverteilerkasten sowie einen Kabelverzweiger der Telekom, der im Umkreis der Werther Straße schnelles Internet ermöglichen soll. Beide Einrichtungen wurden durch den Aufprall stark beschädigt.

Dreijähriges Mädchen klagt über Kopfschmerzen

Der 68-jährige Golffahrer konnte sich nicht mehr selbstständig aus seinem umgekippten Fahrzeug befreien. Der Feuerwehr-Löschzug Halle, der mit etwa 25 Kräften unter Leitung von Ralf Heermann angerückt war, entschied sich, die Personenrettung über die Heckklappe des Golf  vorzunehmen. Über eine Schaufeltrage, ein sogenanntes Spineboard, konnte der Mann aus dem Auto befreit werden. Die Polizei nahm bei dem 68-jährigen Alkoholgeruch wahr, ein erster Alko-Atemtest fiel positiv aus. Mit unklaren Verletzungen, die nach Auskunft an der Unfallstelle nicht allzu schwer gewesen sein sollen,  wurde der Haller ins Bielefelder Gilead-Krankenhaus eingeliefert.

Der Volvo wurde durch den Aufprall durch eine kleine Hecke in den Vorgarten eines Mehrfamilienhauses an der Wertherstraße gedrückt. Der 29-jährige Fahrer blieb äußerlich unverletzt. Da sein Kind aber nach dem Aufprall über Kopfschmerzen klagte,  wurde es zur Behandlung und Beobachtung in die Kinderklinik nach Bethel gefahren.

Schaden auf mehr als 20.000 Euro geschätzt

Den Gesamtschaden an den Strom- beziehungsweise Kabelverzweigerkästen sowie den beiden Fahrzeugen schätzt die Polizei auf insgesamt mehr als 20.000 Euro. 

Kommentare

Resktionismus

Unfälle wird man nicht erfolgreich verhindern, indem man Kraftfahrern flächendeckend die Nutzung von Fahrzeugen durch unnötiges Ausbrennen verleidet. Ein Schild wird nicht verhindern, dass sich jemand nicht daran hält. Wenn überall nur noch 30 km/h erlaubt sind, wird es unerträglich mit dem Auto zu fahren, sonst nichts. Das Autofahren selbst wird deshalb nicht sicherer werden, weil die Geduld der Fahrer nur noch weiter unnötig strapaziert wird.

Tempo 30 auf Wertherstrasse wäre angebracht

So wie auf der Wertherstraße gerast wird, wundert es schon, dass nicht mehr passiert. Besonders früh morgens wird oft mit wesentlich überhöhter Geschwindigkeit gefahren. Wer im Bereich des Zebrastreifens die vorgeschriebenen 30 km/h fährt, wird bedrängt. Die Polizei könnte dort ruhig mal Geschwindigkeitskontrollen durchführen!

2 Kommentare

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