Mi., 07.02.2018

Mordkommission übernimmt die Ermittlungen in Halle Nach Attacke in Wohnheim: Rentner an Verletzungen gestorben

In diesem Übergangswohnheim für Obdachlose und Flüchtlinge in Halle-Bokel ist der 74-Jährige schwer verletzt worden.

In diesem Übergangswohnheim für Obdachlose und Flüchtlinge in Halle-Bokel ist der 74-Jährige schwer verletzt worden. Foto: Burkhard Hoeltzenbein

Halle (WB). Der 74-jährige Rentner, der am Samstag, 20. Januar, Opfer einer schweren Gewalttat in einem Haller Obdachlosenheim geworden war, ist am Mittwoch, 7. Februar, seinen Verletzungen im Krankenhaus erlegen. Das hat die Staatsanwaltschaft Bielefeld mitgeteilt.

Wie ausführlich berichtet , war der obdachlose Rentner in der städtischen Unterkunft Sandforth in Halle-Bokel durch massive Schläge mit einem noch unbekannten Gegenstand an Kopf, Oberkörper und den Beinen schwer verletzt worden. Die Ermittler hatten sehr früh einen 21 Jahre alten Mitbewohner in der Obdachlosenunterkunft in Verdacht, weil dieser bereits im vergangenen Dezember den Mitbewohner so attakiert haben soll, dass dieser schon einmal ins Krankenhaus musste. Der junge Obdachlose, wie das Opfer ein Deutscher, wurde auch einer Haftrichterin vorgeführt. Doch die Richterin sah keine ausreichenden Haftgründe und Staatsanwaltschaft sowie Polizei mussten den vorbestraften jungen Mann wieder auf freien Fuß lassen. Er streitet die Tat ab. Das Opfer selbst konnte, so die Polizei, keine Auskunft mehr geben.

Die umfangreichen Ermittlungen in und an der Obdachlosenunterkunft in Halle-Sandforth und insbesondere die Suche nach einer Tatwaffe haben laut Polizei bis jetzt zu keiner grundlegend neuen Lage geführt. Der 21-Jährige Deutsche gilt aber nach Auskunft der Polizeipressestelle Bielefeld nach wie vor als tatverdächtig. Die Arbeit der eingesetzten Mordkommission »Bokel« werde fortgesetzt. Für diese sei nunmehr aus organisatorischen Gründen ein neuer Leiter eingesetzt worden. Kriminalhauptkommissar Ralf Gelhot folgt auf KHK Markus Mertens. Am kommenden Freitag, 9. Februar, soll eine Obduktion durchgeführt werden.

Kommentare

obdachloser onkel

Ist schon komisch das sich ein Herr Rosin im nachhinein opponiert anstatt vorher was für seinen obdachlosen verwandten zu tun,aber wenn feststeht das der Onkel obdachlos ist hätte er ja schon vorher was für ihn tun können und nicht erst wenn es zu spät ist , aber jetzt kahm raus das er einen Onkel von 74 j hat der obdachlos ist und sofort will man den Anschein wahren das man ihm zur Seite gestanden habe ,was anscheinend nicht der Fall gewesen ist sonst hätte Herr Rosin sich ja schon vorher kümmern können aber im nachhinein möchte man ja nicht negativ in irgendeiner Art und weise damit in Verbindung gebracht werden , oder Herr Rosin -traurig.

1 Kommentare

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