Fr., 18.05.2018

Hobbyangler zieht 2,35 Meter langen Wels aus dem Sandforther See Ein wirklich dicker Fisch

Ein Rekord-Wels: Gebissen hat der Kaventsmann abends gegen 21 Uhr. Dann hat es eine Stunde gedauert, bis Tobias Hassenewerd und zwei Vereinskameraden ihn an Land hatten.

Ein Rekord-Wels: Gebissen hat der Kaventsmann abends gegen 21 Uhr. Dann hat es eine Stunde gedauert, bis Tobias Hassenewerd und zwei Vereinskameraden ihn an Land hatten.

Von Klaudia Genuit-Thiessen

Halle (WB). Solch einen dicken Fisch hat bisher niemand im Sandforther See geangelt. Stattliche 2,35 Meter lang war der Wels, den Tobias Hassenewerd (34) mit klopfendem Herzen und Hilfe von zwei Vereinskameraden aus dem Wasser gezogen hat – ein Rekord beim 1. Haller Sportfischerverein.

Und die »Krönung seiner Angellaufbahn«, wie Vorsitzender Manuel Szykowny mit einigem Respekt sagt. Der bis dahin größte Fisch – ebenfalls ein Waller – sei 2008 in Sandforth geangelt worden.

In den Tiefen des Baggersees soll es möglicherweise noch zwei oder drei weitere Riesen-Exemplare geben, sagt Szykowny. Vielleicht sei das aber auch nur als Anglerlatein zu verbuchen. Die Welse, die die Sportfischer zumeist aus dem Wasser ziehen, seien eher 70 Zentimeter bis ein Meter groß – und damit bedeutend schmackhafter als ein möglicherweise einige Jahrzehnte altes Exemplar.

Wels ist Teil des Wappens

Der Wels ist der größte Süßwasserfisch Europas. Er ist vorwiegend nacht- und dämmerungsaktiv. Ein Räuber, der sich von lebenden und toten Fischen ernährt, von den Hechten, Barschen, Rotaugen und Rotfedern, die die heimischen Petrijünger normalerweise im Sandforther See angeln. »Und manchmal schnappt er sich auch die Entenbrut«, wie Manuel Szykowny sagt.

Seit der Gründung des Vereins ist der Wels Bestandteil des Wappens – schließlich wurde der Sandforther See früher einmal mit mehreren Welsen besetzt. Naturschutz und Landschaftspflege zu fördern und gesunde Gewässer mit einem artenreichen Fischbestand zu schaffen ist laut Satzung eines der Ziele des 1980 gegründeten Vereins.

Zurück zum Anglerglück: Tobias Hassenewerd, ein gebürtiger Bielefelder, der derzeit in Delbrück lebt und Vater einer kleinen Tochter ist, ist seit 2012 Mitglied im Haller Verein. Den Riesen-Wels hat er am vergangenen Freitag mit einem Bündel von ungefähr 15 selbst gesuchten Tauwürmern geködert. Gebissen hat der Wels gegen 21 Uhr. Dann dauerte es noch etwa eine Stunde, bis das Angler-Trio den Kaventsmann besiegt hatte. Tobias Hassenewerd sei ein netter und hilfsbereiter Kerl, der schon mit acht Jahren mit dem Angeln angefangen habe, berichtet Manuel Szykowny. Dabei habe er schon Sternstunden erlebt, die mal mit einem Fang endeten, mal auch nicht. Mal habe er gesehen, wie ein »Räuber« den Wobbler (Angelköder) verfolgt, aber auch Haubentaucher mit Brut, schöne Eisvögel, Fledermäuse bei Nacht und Nutrias mit ihren Jungen. Szykowny: »Angeln ist mehr als nur Fische fangen«.

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