Mi., 08.11.2017

Im Claas »Greenhouse« ist Platz für Kreativität und Austausch Alles digital und richtig schick

Präsentieren das »Greenhouse« im ehemaligen Autohaus: Jennifer Kotula, Philip Vospeter, Kai Wallasch (oben, von links), Thomas Böck, Fritz Eckert und Nico Michels (unten, von links).

Präsentieren das »Greenhouse« im ehemaligen Autohaus: Jennifer Kotula, Philip Vospeter, Kai Wallasch (oben, von links), Thomas Böck, Fritz Eckert und Nico Michels (unten, von links). Foto: Westerwalbesloh

Von Elke Westerwalbesloh

Harsewinkel (WB). Mehr als eine Million Euro sind in den Umbau des Autohauses geflossen. Wer jetzt die ehemaligen Walkenhorst-Hallen betritt, der befindet sich im »Greenhouse« von Claas. Schick ist es! Ganz schön digital und was für junge Leute – soviel wird beim ersten Betreten schon klar.

Das Unternehmen Claas beschreitet mit dem »Greenhouse« ganz neue Wege. Unternehmenssprecher Wolfram Eberhardt erklärt den interessierten Besuchern gleich, dass »das digitale Zeitalter auch vor Landmaschinen nicht halt macht«. Das Stichwort hier ist die »Digitale Transformation« – womit ein Normalsterblicher erstmal nicht ganz so viel anfangen kann.

Claas und Hightech gehört zusammen

Doch Claas und Hightech gehören nun mal zusammen und da ist es nicht verwunderlich, dass ein Team von sechs Leute sich nun unter anderem damit beschäftigt, dass über einen »Farmscout« die Treckerfahrer sich Nachrichten senden oder ihren Standort mitteilen können.

Oder dass ein ITler im »Greenhouse« sich digital ins Claas-Werk in Le Mans (Frankreich) einloggen kann und in der Werkstatt dort eine Reparatur simuliert um Fehlerquellen herausfinden zu können. »Wir möchten hier Projekte mit digitalem Kontext fest ansiedeln« erklärt sogleich Claas-Technologiechef Thomas Böck. Auch sollen Start-ups vorangetrieben werden. »Wir laden die jungen Kreativen zu uns ein und schauen, wie ihr Unternehmen weiter vorangetrieben werden kann«, sagt Böck.

Vor einem dreiviertel Jahr hat der Umbau begonnen

Auf die Idee, solch ein »Greenhouse« in Harsewinkel entstehen zu lassen, ist das weltweit agierende Unternehmen vor einem dreiviertel Jahr gekommen. Das Autohaus am Mühlenwinkel 3 stand längere Zeit leer. Um genau zu sein fünf Jahre. »Mit dem Einzug hier starten wir keinen Probelauf für irgendetwas Modernes«, weiß Eberhardt, dass diese Unternehmenssparte auf Dauer bei Claas etabliert werden soll. »Digital geht immer«, sagt der Unternehmenssprecher und lacht.

Neben den digitalen Projekten existiert auch das reale Leben im »Greenhouse«. Auf den 600 Quadratmetern Fläche findet sich neben Besprechungs- bzw. Arbeitsräumen auch noch das Fabrikationslabor inklusive 3D-Drucker und der Möglichkeit tatsächlich etwas zusammen zu bauen. Wie etwa einen Teil der Möbelstücke, die im »Greenhouse« zu finden sind. Selbst gebaute Tische aus Stahlrohren und Echtholz sind auf der freien Fläche verteilt. Auf Rollen natürlich, um sich wegschieben zu können. Wer hier die typische Büroatmosphäre sucht, der muss wieder gehen.

Im »Greenhouse« kann man sich Räume mieten

Neben den Claasianern, die sich tageweise im »Greenhouse« einmieten können, um Dinge zu entwickeln oder besprechen, werden die Räumlichkeiten auch an andere Firmen vermietet. »Das Fraunhofer-Institut aus Paderborn oder auch Miele gehören zu unseren Kunden«, versichert Philip Vospeter, Programm-Manager Digitalisierung bei Claas.

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