Do., 28.12.2017

Rentner (71) im Rollstuhl erschlagen: Ermittler halten sich mit Informationen bedeckt Tod an Heiligabend: Kannten sich Täter und Opfer?

Alle Türen am Tatort sind versiegelt.

Alle Türen am Tatort sind versiegelt. Foto: Wolfgang Wotke

Beelen (WB/wow). Die Polizei hat noch keine heiße Spur, die  zum Mörder des 71-jährigen Rentners in Beelen (Kreis Warendorf) führen könnte. Die blutüberströmte Leiche von Karl U. ist an Heiligabend in seinem Haus an der Letter Straße von Angehörigen entdeckt worden. Der gehbehinderte Mann wurde laut Obduktionsbericht in seinem Rollstuhl erschlagen.

Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt hält weitere Details  zu diesem Kapitalverbrechen vehement zurück: »Nur so viel: Unsere Spurensicherung ist abgeschlossen, die Auswertung ist nun ein zentraler Punkt. Wir sind zuversichtlich, dass uns die Ergebnisse weiterbringen.« Also, gibt es Täter-DNA?

Botzenhardt: »Dazu sage ich nichts.« Auch zum Auffindeort des Opfers in seinem Haus will er sich nicht äußern, obwohl bekannt ist, dass es zahlreiche Blutspuren in der Küche gibt und sich das Tatgeschehen dort abgespielt haben könnte.

»Auch das verrate ich nicht.« Ebenfalls keinen Kommentar zur Tatwaffe und zum etwaigen Motiv. »Alles Täterwissen.« Ob es sich dabei um eine Beziehungstat oder um ein Vermögensdelikt handele, sei reine Spekulation. Daran wolle er sich nicht beteiligen.

Keine Einbruchsspuren zu erkennen

Auf den ersten Blick sind an dem Einfamilienhaus von außen keine Einbruchspuren zu erkennen: keine Glasschäden an den Fenstern und auch keine Hebel- oder Aufbruchspuren an den zwei Eingangstüren des Gebäudes. Die Vermutung liegt nahe, dass Karl U. seinen Mörder selbst ins Haus gelassen haben könnte und dass er ihm womöglich bekannt war.

Selbst der genaue Todeszeitpunkt macht der Oberstaatsanwalt nicht öffentlich. Zwar ist der 71-Jährige an Heiligabend gegen 10.45 Uhr tot aufgefunden worden, doch zuletzt lebend ist er am 22. Dezember von Zeugen gesehen worden. Es kann durchaus sein, dass er bereits vor dem 24. Dezember getötet worden ist.

Dorf unter Schock

Im kleinen Dorf Beelen hat sich die schreckliche Nachricht in Windeseile herrumgesprochen. Freunde, Bekannte und Nachbarn sind tief betroffen. Alle hoffen nun, dass der Täter bald gefasst wird.

Die Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Rainer Wilp geht deshalb jedem Hinweis nach, der sich auf Auffälligkeiten im Umfeld des Getöteten in der Zeit von Freitag bis Heiligabend bezieht. Auch zwischen den Festtagen, so Martin Botzenhardt, liefen die Ermittlungen auf Hochtouren.

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