Sa., 03.02.2018

SW Marienfeld fordert Kernsanierung oder Neubau des Vereinsheims Verein will mehr

Das Clubheim von Schwarz-Weiß Marienfeld bedarf mindestens einer Kernsanierung, so die Vereinsvertreter.

Das Clubheim von Schwarz-Weiß Marienfeld bedarf mindestens einer Kernsanierung, so die Vereinsvertreter. Foto: Stefanie Winkelkötter

Von Stefanie Winkelkötter

Marienfeld (WB). Das Vereinsheim von Schwarz-Weiß Marienfeld ist marode und bedarf dringend einer Sanierung. Im Haushalt sind für dieses und die beiden Folgejahre je 35.000 Euro vorgesehen. Zu wenig, finden die Verantwortlichen.

Einen Antrag auf Sanierung hatte der Verein bereits im Oktober gestellt. Nach einem Gespräch mit Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide hat der Vorstand um den Vorsitzenden Jürgen Garnschröder den Antrag jetzt abgeändert. Geprüft werden sollen nun sogar Abriss und Neubau.

Schwedenhaus steht nicht zur Verfügung

Vorgesehen hat die Stadt bislang eine Renovierung der Kabinen, Duschen und Sanitäranlagen in Form von neuen Fliesen und Armaturen. Der Verein hingegen verweist auf Raumbedarf in Form von zwei weiteren Kabinen samt Duschräumen und darauf, dass die vorhandenen Mängel mit den von der Stadt vorgesehenen Mitteln nicht beseitigt werden können. »Wir halten eine bloße Renovierung für ein Gebäude, das über 42 Jahre alt ist, für nicht ausreichend und gehen davon aus, dass die heutigen Mängel dadurch nur vorübergehend überdeckt werden. Hierdurch werden aber insbesondere der Schimmelbefall und die Gefahr weiterer Wasserschäden durch das alte Flachdach nicht wirkungsvoll bekämpft«, heißt es in einem vom Vorsitzenden unterzeichneten Schreiben.

Die Stadt möge die Kosten für eine Kernsanierung oder aber Abriss und Neubau ermitteln und Planungskosten für dieses Jahr bereitstellen, heißt es in dem Antrag. Der Verein sei weiterhin bereit, Eigenleistungen zu erbringen und sich an den Arbeiten zu beteiligen. Der einstige Vorschlag, eines der Schwedenhäuser, das aktuell noch für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt wird, nach Marienfeld zu verlagern und zu einem Vereinsheim umzufunktionieren, ist derweil vom Tisch. Die Bürgermeisterin hatte den Verantwortlichen erklärt, dass dies aus verschiedenen Gründen nicht möglich sei.

Gebäude im Moddenbachtal kostete 800.000 Euro

Im Planungs- und Bauausschuss am Donnerstagabend konnte Stadtplaner Reinhard Pawel zum Antrag der Marienfelder noch nicht viel sagen: »Ich habe den Antrag erst heute auf den Tisch bekommen. Der Sanierungsbeginn war für dieses Jahr vorgesehen, wenn etwas Neues gewünscht wird, muss es erst politisch abgesegnet werden.«

Die finanzielle Größenordnung, die sich hinter dem Antrag verberge, habe aber mit den bislang geplanten Sanierungskosten »nicht ansatzweise etwas zu tun«, sagte der Stadtplaner und erinnerte daran, dass das vor zwei Jahren im Moddenbachtal neu errichtete und möglicherweise vergleichbare Gebäude etwa 800.000 Euro gekostet habe. »Ich vermute, dass wir uns in diesem Fall mindestens in der Nähe dieser Zahl befinden«, erklärte Pawel. Der Ausschuss traf noch keine Entscheidung, sondern möchte sich den Bedarf vor Ort zunächst einmal ansehen, vermutlich zusammen mit dem ebenfalls zuständigen Schul-, Kultur- und Sportausschuss.

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