Do., 12.07.2018

Dammanns Hof: Stadt Harsewinkel orientiert sich an Privateigentümern Mieten steigen deutlich

Für die Wohnungen am Dammanns Hof müssen die Mieter künftig mehr bezahlen.

Für die Wohnungen am Dammanns Hof müssen die Mieter künftig mehr bezahlen. Foto: Stefanie Winkelkötter

Von Elke Westerwalbesloh

Harsewinkel (WB). Viele Jahre ist nichts passiert – und jetzt bekommen es die Bewohner von Dammanns Hof zu spüren. Die Stadt wird die Mieten anpassen. Das bedeutet: Bis zu 20 Prozent mehr müssen die Mieter nun berappen.

Die Mieterhöhung wird die Stadt zum Januar 2019 umsetzen. Das teilte sie dem Rat am Mittwochabend mit. Warum die Mieten nicht peu a peu angeglichen wurden, sondern erst nach fünfjähriger Pause nun gleich mit bis zu 20 Prozent mehr zu Buche schlagen, darauf hat Rolf Bornemann, Leiter der Wohnungsfachstelle der Stadt Harsewinkel, eine Antwort.

91 Wohnungen gehören der Stadt

»Die Wohnungen am Dammanns Hof sind nicht alle städtisch«, erklärt Bornemann, dass die Eigentümer einiger Wohnungen ihre Mieten bereits 2016 an den Mietspiegel der Stadt Harsewinkel angepasst haben. »Sie haben die Wohnungen aufwändig saniert und damit auch die Mieten erhöht«, berichtet Bornemann weiter. »Um erhebliche Preisunterschiede zu vermeiden, gleichen wir als Stadt nun ebenfalls die Mieten an«, so der Leiter der Wohnungsfachstelle.

Immerhin 91 Wohnungen an der Nordstraße und Lübecker Straße gehören der Stadt. Weitere hat die Mähdrescherstadt von Eigentümern angemietet. Die Mietpreise konnten sich bis dato sehen lassen: Die günstigsten Wohnungen kosteten 3,55 Euro pro Quadratmeter, die teuerste 4,25 Euro.

Letzte Mietanpassung liegt fünf Jahre zurück

Die letzte Mietanpassung nahm die Stadt 2013 vor. Die größeren Wohnungen an der Nord- und Lübecker Straße werden nun 4,85 Euro pro Quadratmeter kosten (+ zwölf Prozent). Der günstigste Wohnraum schlägt mit 4,26 Euro zu Buche (+ 20 Prozent).

»Auch wir haben schon vor einiger Zeit kräftig in die Wohnungen investiert«, sagt Bornemann. Die Fenster wurden erneuert und auch Wärmedämmmaßnahmen seien erfolgt, berichtet Bornemann. »Nach dieser Erhöhung haben die Mieter erstmal für drei Jahre Ruhe«, ergänzt er.

Größere Wohnungen kosten bis zu 57 Euro mehr

In Summe macht die Mieterhöhung für die kleinen Wohnungen bis zu 47 Euro monatlich aus, die größeren Wohnungen kosten monatlich bis zu 57 Euro mehr. Der Großteil der Wohnungen wird für die Unterbringung von Flüchtlingen und Wohnungslosen genutzt. Diese betrifft die Mieterhöhung finanziell nicht, denn für sie kommen Stadt und Jobcenter auf.

Die restlichen Mieter müssen wohl zahlen. »Wir lassen aber keinen im Stich«, verspricht Rolf Bornemann, dass alle Mieter rechtzeitig informiert werden. »Auch die Harz IV-Empfänger werden sich die Wohnungen in den Hochhäusern noch leisten können«, verweist Bornemann auf die Unterstützung, die die Kommunen bieten.

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