Mi., 26.10.2016

Sankt-Vinzenz-Hospital installiert 1,5 Millionen Euro teures Gerät MRT blickt sogar ins Herz

Mit sichtlichem Stolz präsentieren (von links) Axel Weinekötter, Dr. Rainer Schnippe, Dr. Jörn Fleiter, Wolfgang Bien, Dr. Georg Rüter auf der Liege und Prof. Dr. Jakub Wiskirchen das MRT im Wiedenbrücker Sankt-Vinzenz-Hospital.

Mit sichtlichem Stolz präsentieren (von links) Axel Weinekötter, Dr. Rainer Schnippe, Dr. Jörn Fleiter, Wolfgang Bien, Dr. Georg Rüter auf der Liege und Prof. Dr. Jakub Wiskirchen das MRT im Wiedenbrücker Sankt-Vinzenz-Hospital. Foto: Waltraud Leskovsek

Von Waltraud Leskovsek

Rheda-Wiedenbrück  (WB). Ein MRT-Gerät steht nun im Sankt-Vinzenz-Hospital. Prokurist Wolfgang Bien und Geschäftsführer Dr. Georg Rüter freuen sich, dass sie diese Technik in ihrem kleinen Krankenhaus »draußen auf dem Land« anbieten können, die es sonst überwiegend in Universitätskliniken und großen Krankenhäusern gibt.

Möglich ist die Installation des 1,5 Millionen Euro teuren Gerätes nur durch den Verbund der katholischen Häuser in Wiedenbrück, Bielefeld und Herford. Die volldigitale Vernetzung aller drei Standorte mit Anbindung auch häuslicher Geräte der Radiologie-Fachärzte ermöglichen den 24-Stunden-Zugriff auf sämtliche Bilder der Patienten im Sankt-Vinzenz-Hospital. Der Ärztliche Direktor Dr. Rainer Schnippe und der Chefarzt der Klinik für Radiologie Prof. Dr. Jakub Wiskirchen freuen sich über den Quantensprung in der Bildgebung und sprechen von einem breiten Anwendungsverfahren für nahezu alle Fachgebiete im Haus.

MRT ergänzt CT

Ein CT-Gerät wurde vor zwei Jahren angeschafft. Das MRT löst dieses Gerät aber keinesfalls ab, sondern schließt den Kreis, weil die beiden Geräte sich sehr gut ergänzen würden, erklärt Schnippe. Der Vorteil beim MRT sei die hervorragende Auflösung der Bilder, insbesondere bei Kopfuntersuchungen – und das strahlenfreie Verfahren.

Neben den Bildern von Gelenkerkrankungen, die für die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie unter der Leitung von Dr. Klaus Küppers besonders wichtig sind, bietet die Kernspintomografie besonders aufschlussreiche Bilder über die neurologischen Erkrankungen und nicht zuletzt bei Herzerkrankungen: Gerade in der Kardio-MRT-Diagnostik beschreibt das Sankt-Vinzenz-Hospital neue Wege. Es werden nunmehr neue Untersuchungsmöglichkeiten erschlossen, die bislang nur überwiegend in ausgewählten Zentren verfügbar waren.

Einige Herzschrittmacher sind MRT tauglich

Bislang konnten mit einem MRT nur stille Organe untersucht werden, weil die Bilder sonst verwackeln. Mit dem neuen Gerät kann auch somit das Herz untersucht werden, ohne dass Verwacklungen entsteht. Selbst die neueste Technologie der Herzschrittmacher ist schon MRT-tauglich. Nur bei Altgeräten muss genau geschaut werden, ob der Patient in die Röhre darf oder nicht.

Professor Wiskirchen freut es sehr, dass man durch das MRT nunmehr noch vernetzter arbeiten könne, als es ohnehin schon möglich sei. Oberarzt Dr. Jörn Fleiter war als Kardiologe deshalb eng in die Auswahl des Gerätes eingebunden, für das ein Fach-Team aus dem Haus Geräte renommierter Hersteller ausgiebig getestet hat. »Wir sehen das MRT allesamt als einen großen Schritt in die Zukunft an, zumal das Gerät auf dem allerneuesten Stand ist und wir lediglich die Software aktualisieren müssen«, erklärt Dr. Georg Rüter, und sein Ärzteteam bestätigt das.

Achtung, starker Magnet!

Nicht nur die Personen, die mit dem MRT arbeiten, sondern auch technische Kräfte und auch das Reinigungspersonal musste eigens geschult werden. Die sehr starken Magnetfelder können beispielsweise Bankkarten ungültig machen, Gürtelschnallen anziehen oder auch schon mal einen Schlüsselbund aus der Hosentasche holen, was nicht ganz ungefährlich für Mensch und Gerät ist. Professor Wiskirchen demon­strierte die Stärke des Magnetfeldes an einem Gürtel, der wie von Geisterhand fast waagerecht in das Gerät gezogen wurde.

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