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So., 03.12.2017

Altes Küsterhaus: Symbolischen Fördervertrag in St. Vit überreicht Sanierung kann jetzt losgehen

Margret Arning von der Deutschen Stiftung Denkmalpflege übergibt den Fördervertrag an Ludger Vollenkemper; dahinter von links Heinrich Splietker (»Dorf aktiv«), Dietmar Buschmann (DSD), Klaus Landwehr (Stadt Rheda-Wiedenbrück), Hermann Josef Budde, Hans-Martin Leskovsek und Dieter Linnenbrink (alle »Dorf aktiv«) sowie Martin Seidel (DSD).

Margret Arning von der Deutschen Stiftung Denkmalpflege übergibt den Fördervertrag an Ludger Vollenkemper; dahinter von links Heinrich Splietker (»Dorf aktiv«), Dietmar Buschmann (DSD), Klaus Landwehr (Stadt Rheda-Wiedenbrück), Hermann Josef Budde, Hans-Martin Leskovsek und Dieter Linnenbrink (alle »Dorf aktiv«) sowie Martin Seidel (DSD). Foto: Waltraud Leskovsek

Von Waltraud Leskovsek

Rheda-Wiedenbrück (WB). Jetzt wird es für den St. Viter Verein »Dorf aktiv« ernst. Mit der offiziellen Übergabe des symbolischen Fördervertrages von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in Höhe von 40.000 Euro kommt der Stein nun ins Rollen.

»Wir warten lediglich noch auf die Baugenehmigung und stabileres Wetter, und dann können wir mit der lang geplanten Renovierung des Küsterhauses beginnen«, erklärte der Vereinsvorsitzende Ludger Vollenkemper am Freitagvormittag bei der Übergabe.

Margret Arning und Dietmar Buschmann vom Ortskuratorium Gütersloh der DSD konnten dank der Lotterie Glücks-Spirale den Fördervertrag für die Restaurierung der Fassade und der Innenwände des Küsterhauses überbringen. Als einen überzeugenden Grund der Finanzierungszusage nannte Margret Arning die Lage des ältesten nicht landwirtschaftlich genutzten Hauses von 1658 mitten im Ortskern, direkt neben der barocken Pfarrkirche und einer Streuobstwiese.

Das Haus ist seinerzeit entstanden als Küsterwohnung, Schule und Übernachtungsmöglichkeit für den in Wiedenbrück lebenden Pfarrer. 1900 ist das Vierständer-Fachwerkhaus durch ein zweigeschossiges Backsteinhaus als Wirtschaftsteil erweitert worden. Margret Arning, die erstmals das Haus von innen besichtigen konnte, was überwältigt.

Haus von 1658 mitten im Ortskern

Dietmar Buschmann aus Rheda-Wiedenbrück ist praktisch ein Mann der ersten Stunde. Er hat gleich zu Beginn bei den ersten Überlegungen, was Aufteilung und spätere Nutzung des Hauses angeht, tatkräftig den Verein »Dorf aktiv« unterstützt. Buschmann hofft, dass die Ruhe dieses Häuschens schon bald mit Leben, Lärm und Aktionen bereichert wird.

Der Verein »Dorf aktiv« hat das Haus von der Kirchengemeinde St. Vitus im Rahmen eines Erbbaurechtvertrages für 49 Jahre übertragen bekommen. Nach der Renovierung soll es als Dorfgemeinschaftshaus genutzt werden. Ludger Vollenkemper bedankte sich als Vereinsvorsitzender im Namen aller für das wertvolle und wichtige Puzzleteil für das Gesamtpuzzle der Finanzierung, die mit inzwischen 350.000 Euro fest zugesagten Geldern schon auf recht stabilen Füßen steht. Eine der Bedingungen der DSD ist, dass bis Dezember 2018 die neuen Fassadenbalken eingebaut sind. »Jetzt heißt es für uns Gas geben«, betonte Vollenkemper.

Margret Arning, Dietmar Buschmann und auch Martin Seidel von der DSD, Ortskuratorium Gütersloh, waren sich einig, dass es sich lohne dieses Projekt zu unterstützen. Das Küsterhaus in St. Vit ist eines von mehr als 420 Projekten, die die Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel von West-Lotto aus der Lotterie Glücks-Spirale alleine in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

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