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Do., 07.12.2017

NRW-Stiftung fördert Küsterhaus in St. Vit mit 100.000 Euro Lohn für viel Herzblut

Ludger Vollenkemper, Hermann Josef Budde, Eckhard Uhlenberg, André Kuper, Dieter Linnenbrink und Heinrich Splietker vor der seitlichen Ansicht des Küsterhauses in St. Vit.

Ludger Vollenkemper, Hermann Josef Budde, Eckhard Uhlenberg, André Kuper, Dieter Linnenbrink und Heinrich Splietker vor der seitlichen Ansicht des Küsterhauses in St. Vit. Foto: Leskovsek

Rheda-Wiedenbrück (WB/wl). Mit 100.000 Euro beteiligt sich die NRW-Stiftung an den Sanierungsarbeiten des alten Küsterhauses in St. Vit. Eckhard Uhlenberg, Präsident der Stiftung, und Landtagspräsident André Kuper besuchten am Mittwoch den Verein »Dorf aktiv«, um den Förderantrag zu überreichen.

Für die NRW-Stiftung, die sich sowohl für die Heimat- und Kulturpflege als auch für den Naturschutz einsetzt, könnte die Sanierung des Küsterhauses ein Vorzeigeprojekt werden, erklärte Uhlenberg. Besonders gut gefällt ihm dabei, dass das Denkmal nicht saniert und dann verschlossen wird, sondern den Bürgern offensteht. Ferner lege die Stiftung auch sehr großen Wert auf ehrenamtliches Engagement.

Fast 400.000 Euro in zwei Jahren zusammengetragen

»Das wird hier wunderbar gelebt«, lobte er die Initiative, die sich für die Zukunft des Dorfes einsetzt. Uhlenberg betonte bei der Übergabe, dass er sich sicher ist, dass das Geld sehr gut für eine lebendige Dorfgemeinschaft angelegt ist.

Vereinsvorsitzender Ludger Vollenkemper nahm die Urkunde dankend entgegen und meinte, dass es wohl das erste Mal sei, dass in den 360 Jahren, die das Haus alt ist, gleich zwei Präsidenten zu Gast seien. Er dankte Uhlenberg dafür, dass er sich für die Unterstützung des Sanierungsprojektes mit ganz viel Herzblut eingesetzt hat. Und Kuper dafür, dass er von der ersten Idee bis heute ein wichtiger Begleiter ist, und so manche Hintertür, manchmal auch still und leise, geöffnet hätte.

Insgesamt konnte Dorf aktiv in den letzten zwei Jahren 375.000 Euro zusammentragen aus öffentlichen Finanzmittelgebern. 63.000 Euro hat der Verein bereits selbständig zusammengetragen durch kleine und große Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Veranstaltungen wie Konzerte und Radlertreff.

Noch fehlt Geld

Rund 81.000 Euro fehlen jetzt noch. Doch der junge Verein ist guten Mutes, dass das fehlende Geld zusammenkommt. Kuper freute sich mit dem Verein. »Ein Dorf wie St. Vit ohne Küsterhaus kann man sich nicht vorstellen.« Inzwischen zählt der Verein 110 Mitglieder, und viele Dorfbewohner stehen mit Wohlwollen hinter dem Vorhaben.

Der Bauantrag ist ebenfalls unterzeichnet, und einem Beginn im Frühjahr steht nun nichts mehr im Wege. Beide Minister wünschten den Aktiven eine gute Bauzeit ohne zu viele böse Überraschungen und ohne Unfälle.

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