Fr., 22.12.2017

Pläne für 14,5-Millionen-Euro-Projekt vorgestellt – Saal mit 800 Plätzen vorgesehen In zwei Jahren soll die Stadthalle stehen

Präsentieren die Neubaupläne für die Stadthalle, die ab 2019/2020 das Reethus ablösen soll: (von links) Alexander Reßlhuber (pbr), Susanne Westermann (Flora Westfalica), Bürgermeister Theo Mettenborg, Evelyn Wendt-Salmhofer (pbr), Projektleiterin Christine Zeller, Volker Brüggenjürgen (Fraktionsvorsitzender Grüne) und Georg Effertz (Vorsitzender des Bauausschusses).

Präsentieren die Neubaupläne für die Stadthalle, die ab 2019/2020 das Reethus ablösen soll: (von links) Alexander Reßlhuber (pbr), Susanne Westermann (Flora Westfalica), Bürgermeister Theo Mettenborg, Evelyn Wendt-Salmhofer (pbr), Projektleiterin Christine Zeller, Volker Brüggenjürgen (Fraktionsvorsitzender Grüne) und Georg Effertz (Vorsitzender des Bauausschusses). Foto: Hendrik Christ

Von Hendrik Christ

Rheda-Wiedenbrück (WB). Wenn alles nach Plan läuft, steht die neue Stadthalle in genau zwei Jahren zwischen Rheda und Wiedenbrück an der Hauptstraße. Auf dem Reißbrett ist bereits gut nachvollziehbar, wie dieses Gebäude die Stadt architektonisch einmal prägen soll. Am Mittwochabend stellten die Architekten ihre Entwürfe für das 14,5-Millionen-Euro-Projekt vor. Auch die Politik ist optimistisch.

Innen soll ein 887 Quadratmeter großer Saal Raum für Veranstaltungen aller Art bieten. Je nach Bedarf lässt sich dieser schnell für gewünschte Anlässe anpassen. Etwa durch eine sieben Meter tiefe mobile Bühne, die sich über die gesamte Breite des Saals (24,40 Meter) erstreckt. Im hinteren Bereich besteht die Option, mit einem aufsteigenden Gestühl weitere Sitzmöglichkeiten zu installieren.

Insgesamt können im Veranstaltungssaal 800 Menschen Platz finden. Bei Bedarf lässt sich der Saal komplett leer räumen. So soll er für alle Anlässe – Theater, Konzerte, Tanz, Flohmärkte – eine optimale Location bieten.

Zwei Foyers ergänzen den Saal

Einen funktionaler Schwerpunkt bildet die begehbare Griddecke. Veranstaltungstechniker können von oben beispielsweise Scheinwerfer anbringen, ohne dass die Geräte aufwändig mit Hebebühnen verteilt werden müssen. »Der technische Bereich ist völlig abgetrennt. Das spart Zeit und erfordert keine langen Umbauphasen des Saals«, erklärte Architektin Evelyn Wendt-Salmhofer vom Planungsbüro pbr. Dieses Problem bestand noch im alten Reethus. Durch eine Rasterdecke werde der Technikbereich im acht Meter hohen Raum optisch nicht erkennbar sein, versicherten die Architekten.

Der Saal ist durch den Haupteingang über das große Foyer (354 Quadratmeter) erreichbar. Auf der anderen Seite grenzt noch ein kleines Foyer (135 Quadratmeter) an. Mittels mobilen Wandelementen soll der Hauptsaal entsprechend vergrößert werden können. Mit einem Holzboden aus Eiche und weißen Wänden erscheine alles »schlicht und elegant«, prophezeite Wendt-Salmhofer.

Parkplatz mit 171 Stellplätzen

Die Außenfassade besteht aus Glas und Metallplatten. Diese bestehen genauer gesagt aus Alucobond, laut Bauausschuss-Vorsitzendem Georg Effertz ein bewährtes Material, das »dauerhaft, ­nut­­­z­en­entsprechend und pflegeleicht« sei. Die 1,20 Meter breiten Platten werden in der Farbe »Champagne metallic« verbaut, die ein Farbspiel über die Tages- und Jahreszeiten zulassen.

Von der nördlichen Hauptstraße kommend fällt der Blick auf den Eingangsbereich und auf die Plaza mit Sitzgelegenheiten, gestalterischen Inseln und Betonsteinpflaster, in der Farben der Fassade einfließen sollen. Der Parkplatz bietet 171 Stellplätze. Die gesamte Grundfläche umfasst 17.900 Quadratmeter, 2330 davon für das Gebäude.

»Viele Hürden«

Bürgermeister Theo Mettenborg (CDU) erkennt in den Entwürfen eine »hervorragende Architektursprache«. Unter dem anwesenden Politikern herrschte Einigkeit darüber, dass die geplante Stadthalle zu Rheda-Wiedenbrück passe. »Sie verbindet die Ortsteile, und die Stadt mit dem Park«, meinte Volker Brüggenjürgen, Vorsitzender der Bündnisgrünen-Fraktion. »Es war ein langer Planungsweg mit vielen Hürden.« Aber nachdem Themen wie Kostendeckung, Zeitplan oder Schallschutz geklärt ­seien, könne es nun an die Ausschreibung gehen.

»Geplant ist eine kleinteilige Ausschreibung in Einzelgewerken«, erläuterte Projektleiterin Christine Zeller. Wenn 70 Prozent der Aufträge vergeben sind, kann der erste Spatenstich über die Bühne gehen – dieser ist im Sommer 2018 vorgesehen. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit soll die Stadthalle im Dezember 2019 fertig sein. Am 3. Februar möchten die Verantwortlichen zu einer Bürgerversammlung einladen und über das Projekt informieren. Von nun an sind die Baupläne vier Wochen lang im Rathausfoyer in Rheda für Bürger zugänglich. Anschließend kommen die Exponate ins Stadthaus nach Wiedenbrück.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5374688?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2730030%2F