Do., 08.02.2018

Playmobil-Ausstellung zum Reformator noch bis Sonntag zu sehen Martin Luther hat gefärbte Haare

Da steht er und kann nicht anders: Playmobil-Luther auf einer in der Prosa des 18. Jahrhunderts verfassten Luther-Bibel von 1748.

Da steht er und kann nicht anders: Playmobil-Luther auf einer in der Prosa des 18. Jahrhunderts verfassten Luther-Bibel von 1748. Foto: Dirk Bodderas

Von Dirk Bodderas

Rheda-Wiedenbrück (WB). Luthers Leben in Playmobil: Wegen des großen Erfolges wurde die Ausstellung im Wiedenbrücker Schule Museum (Hoetger-Gasse 1) mit den charmant in Szene gesetzten Lebens-Stationen des Reformators verlängert.

Bis kommenden Sonntag noch kann gestaunt werden darüber, was der bayrische Pfarrer und Playmobil-Fan Stefan Merz mit 50 Figuren und 2000 Bauteilen auf die Plastikbeinchen gestellt hat. Luther mal ganz anders, übersichtlich, leicht verständlich ohne oberflächlich zu wirken. Improvisationskunst inklusive. Mangels eines Playmobil-Luthers, der zur Bauzeit der Galerie noch nicht verfügbar war, griff Merz zu einem kleinen Benediktiner-Mönch und färbte dessen weißes Haar dunkel. Die Schlosskirche zu Wittenberg baute der Geistliche aus den Mauern einer Playmobil-Ritterburg.

Sieben Stationen, verteilt auf das gesamte Gebäude bis hinauf ins Obergeschoss des Museums, können abgeschritten werden, wobei der Besucher zwangsläufig an den Exponaten der Wiedenbrücker Schule und der Stadtgeschichte vorbeigeführt wird. Im Januar 2017 wurden gerade mal sieben Besucher gezählt, ein Jahr später waren es 357 – vor allem dank Luther.

Texttafeln zu jeder Szene

Vom Geburtshaus über den Thesenanschlag zu Wittenberg bis zur Wartburg reicht der Zeitfaden. Und letztere ist wohl das augenfälligste aller Exponate. Nicht nur, weil es das mit Abstand größte ist (3 mal 1,50 Meter), sondern weil es hier am meisten zu entdecken gibt. Im Dachgeschoss eines der Gebäude zum Beispiel sind Luther und seine Frau Katharina von Bora zu sehen. Das Leben in einem anderen kann durch eine geöffnete Hauswand betrachtet werden.

Tafeln zu jeder der Spielszenen geben Auskunft über das Gezeigte. Kontrastierend zur Playmobilwelt ist im Erdgeschoss eine Luther-Bibel von 1748 ausgestellt, die einem Schäfer gehörte und dem Heimatverein Wiedenbrück vor mehr als 100 Jahren überlassen wurde. Wer sich also auch im Jahr 1 nach dem 500. Reformationsjubiläum auf unkonventionelle und im wahrsten Sinne spielerische Weise über den Reformator informieren möchte, kann das noch am heutigen Donnerstag, Samstag und Sonntag (jeweils 15 bis 17 Uhr) tun.

Weitere Infos unter: www.wiedenbrücker-schule.de

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