Mi., 13.06.2018

Kulturverein Vitart holt das Duo »2 Flügel« in die Kreuzkirche Gemeinsam lachen und weinen

»2 Flügel«, das sind Ben Seipel am Piano und Christina Brudereck am Mikrofon. Das Künstlerpaar aus Essen war auf Einladung des Kulturvereins Vitart in der Wiedenbrücker Kreuzkirche zu Gast, die an dem Abend restlos ausverkauft war.

»2 Flügel«, das sind Ben Seipel am Piano und Christina Brudereck am Mikrofon. Das Künstlerpaar aus Essen war auf Einladung des Kulturvereins Vitart in der Wiedenbrücker Kreuzkirche zu Gast, die an dem Abend restlos ausverkauft war. Foto: Waltraud Leskovsek

Von Waltraud Leskovsek

Rheda-Wiedenbrück (WB). Einen Flügel, zwei Mikros und interessierte Zuhörer – mehr brauchen Christina Brudereck und Ben Seipel nicht, um einen unvergesslichen Abend zu gestalten. In der Wiedenbrücker Kreuzkirche begeisterte das Paar aus Essen auf Einladung des Kulturvereins Vit­art rund 160 Zuhörer.

»2 Flügel« ist vielen Menschen vom Katholikentag bekannt, und so kamen auch einige Fans von weiter her angereist. Gute Musik von großen Künstlern wie U2, Fréderic Chopin, Billy Joel und Roger Cicero kombiniert mit wunderschönen Geschichten, die das Leben schreibt, waren Inhalt des zweistündigen »Kopfkinos«, wie die beiden Künstler »2 Flügel« ihre Darbietung betiteln.

Und so fragen sie beispielsweise die Zuschauer warum wir unsere Augen schließen, wenn wir beten, weinen, küssen, träumen? »Weil die schönsten Momente im Leben nicht gesehen, sondern mit dem Herzen erlebt werden«, zitierte Christina den amerikanischen Schauspieler Denzel Washington.

Mit ihrer sanften und sympathischen Stimme erzählte sie über Klischees bei Männern und bei Frauen, über Lieblingsfilme, über den Frieden in der Welt und den Nichtfrieden und über Flüchtlinge in überfüllten Booten. Immer wieder gelang es ihr dabei, den Bogen zur Kirche zu schlagen. Passend dazu spielte Ben am Flügel das Kirchenlied »Es kommt ein Schiff, geladen bis an sein’ höchsten Bord«.

Die Zuschauer hörten gespannt zu, nickten anerkennend oder schmunzelten über die eine oder andere lustige Anekdote. »Wir brauchen Geschichten, die uns verbinden, die wir uns gegenseitig erzählen, über die wir gemeinsam lachen oder weinen können und in denen wir uns wiederfinden«, betonte Christina Brudereck. Ben Seipel, der in wenigen Tagen seinen 40. Geburtstag feiert, zeigte sich als Virtuose am Tasteninstrument. Er spielte nicht nur den Flügel perfekt, sondern griff auch gleichzeitig zur Mundharmonika und Melodica und nahm auch dabei noch seine Rhythmen mit auf. Die Veranstaltung passte perfekt in das schöne Ambiente der Kreuzkirche. Auch Hausherr Pfarrer Marco Beuermann zeigte sich begeistert.

Der Kulturverein Vitart hat gerade durch sein sehr abwechslungsreiches Programm in der jüngsten Zeit vermehrt auf sich aufmerksam gemacht.

Die Menschen gingen auf jeden Fall beseelt nach Hause, und viele verabschiedeten sich persönlich von dem Künstlerpaar, das ganz klar sagt, dass sie kein Konzert, keine Lesung, aber beides gleichzeitig machen. Die beiden wurden auch nicht müde, CDs und Bücher zu signieren, und immer mit ganz persönlichen netten Worten.

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