Do., 01.02.2018

Johannes Sudbrock sucht im heimischen Wald nach Holz für Rietberger Möbel Er hat’s auf Eiche abgesehen

Baumschau: Johannes Sudbrock ist fündig geworden. Der Chef des Rietberger Möbelherstellers sucht im Wald nach guten Hölzern.

Baumschau: Johannes Sudbrock ist fündig geworden. Der Chef des Rietberger Möbelherstellers sucht im Wald nach guten Hölzern.

Rietberg-Bokel (WB). Wenn Johannes Sudbrock im Winter in den Wald geht, dann nicht nur für einen Spaziergang mit Hündin Ayla. Vor allem hält der Geschäftsführer des Möbelherstellers Sudbrock aus Bokel Ausschau nach ausdrucksstarken Hölzern für den Möbelbau.

Die Firma fertigt Regal- und Korpussysteme, Vitrinen, Tische und weiteres aus Holz für alle Wohnbereiche des gehobenen Segments. Johannes Sudbrock führt das Familienunternehmen seit 1989 in dritter Generation.

Als Tischlerei gestartet

Das Familienunternehmen wurde 1922 von Seniorchef Johannes Sudbrock in Wiedenbrück gegründet. Ab den 1950er Jahren stellte Franz Josef Sudbrock in zweiter Generation die Tischlerei auf Serienproduktion um. 1957 startete der Bau einer neuen Betriebsstätte auf dem 20.000 Quadratmeter großen Grundstück in Bokel, wo der jetzige Chef Johannes Sudbrock 1989 das Ruder übernahm. Seine Ehefrau Theres Sudbrock ist vor allem für die Unternehmenskommunikation und das Marketing des heimischen Möbelherstellers verantwortlich.

Zurzeit hält er in den Wäldern der Region fast ausschließlich Ausschau nach Eichenholz. »Andere Hölzer spielen nur eine untergeordnete Rolle«, so der Geschäftsführer. Er versichert: »Unsere Möbel sind zu 100 Prozent Made in Germany.«

Schließlich stammt nicht nur der Großteil des Holzes aus nahe gelegenen Wäldern, sondern auch die Mehrzahl der rund 100 Mitarbeiter aus dem direkten Umfeld des Unternehmens. »Outsourcing war für uns nie ein Thema«, sagt Johannes Sudbrock.

Zum Thema Regionalität und Nachhaltigkeit gehört für ihn auch ein respektvoller Umgang mit der Ressource Wald: »Wir verarbeiten den gesamten Baum. Was dann noch übrig bleibt, nutzen wir zur Energieerzeugung.«

Die aktuelle Exportquote von rund 15 Prozent möchte der Möbelhersteller in den kommenden Jahren weiter ausbauen und auch neue Märkte über Österreich, die Schweiz, die Benelux-Staaten und Russland hinaus umfassender erschließen. »Vor allem aber möchten wir uns in dem schwierigen deutschen Marktumfeld auch weiterhin so gut wie bisher behaupten und ein attraktiver Arbeitgeber für die Menschen der Region sein«, sagt Johannes Sudbrock, ehe er sich aufmacht zu seinem nächsten Waldspaziergang.

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