Mo., 05.02.2018

Der 1. April-Karnevals-Club (AKC) feiert unterhaltsame Party bei Adelmann Die Sitzungsraketen zünden

Kommen als lustige Schlümpfe daher: die Akteure der kleinsten Tanzgruppe namens »Quietsche Entchen«.

Kommen als lustige Schlümpfe daher: die Akteure der kleinsten Tanzgruppe namens »Quietsche Entchen«. Foto: Petra Blöß

Von Petra Blöß

Rietberg (WB). Wenn der Hippie Arm in Arm mit dem Paradiesvogel schunkelt, ein Schützenthron als wundersames Bergvölkchen erscheint und eklige Gruselmonster nicht einmal kleine Kinder erschrecken können – dann herrscht die fünfte Jahreszeit bei Adelmann.

Der Festsaal im Herzen Mastholtes kochte stimmungsmäßig über, als der 1. April-Karnevals-Club (AKC), ja, der heißt wirklich so, am Samstagabend seine Sitzungsraketen starteten. Dass die anders ausfielen als beim großen Nachbarn wenige Kilometer weiter, versteht sich von selbst, der AKC ist nicht die GKGR, demgemäß gab es dörflichen statt weltmännischen, aber nicht minder unterhaltsamen Fasching.

Narren rasen vor Begeisterung

Da sangen die gertenschlanken Andrea und Angelika Sudahl wie auch Susanne Merker, sie mit etwas Gold auf den Hüften, lauthals »In jeder Frau steckt ein Stück Hefe«, und die Närrinnen und Narren rasten vor Begeisterung. Die ertrotzte Zugabe kam noch besser, das Leid vom »Cellu-Li-Tee« ist schließlich nicht nur der holden Weiblichkeit vorbehalten.

Kalauer, Klamauk, Schunkelrunden, auch hier jede Menge Tanzdarbietungen, Büttenreden mit Heinz Schlepphorst als Museumskurator Dr. Pumpenpötter, Maria Brandtönies als Kurgast und Ralf Niehüser als schon legendärer Bademeister, dessen scharfen Augen im und am Schwimmbecken aber auch gar nichts entgeht – die Mixtur stimmte. So wie die Freundschaft mit anderen närrischen Gemeinschaften. Delegationen unter anderem der Grafschaftler und der Westerwieher Kolpinger verfolgten vergnügt das Programm, andere wie die Tanzgarde Sudhagen und die Schießonkels aus Schöning trugen unterhaltsam zum vierstündigen Programm bei.

Schießonkels entlocken Mülltonnen melodiöse Klänge

Um tänzerischen Nachwuchs muss es den Mastholtern nicht bange werden. Mit den Quietsche Entchen, den Crazy Dancers und den Flamingos zeigten gleich drei Formationen, was in ihnen steckt. Statt männlicher Prinzengarde hat der AKC seine Wild Berrys, hübsche junge Dame, die versiert den Gardetanz umzusetzen wissen. Und hinzu gesellen sich noch die Showtanzgemeinschaften Fasci­nation und Temptation.

Gleich zu Beginn ein Abräumer waren die Schießonkels aus dem Delbrücker Land. Die »Müllmänner« hämmerten und trommelten auf gelbe Tonnen und Glasflaschen ein und brachten dabei erstaunlich melodiöse Klänge lautstark zu Gehör.

Geheimnis um die Regenten ist gelüftet

Anfangs schmunzelte er hinter der Kameralinse noch still vor sich hin: Vereinsfotograf Winfried »Winnie« Sandmeyer. Irgendwann war er verschwunden. Und da hätte es versierten Narren schon auffallen müssen – der »Winnie« könnte Prinz werden. Wurde er. Gemeinsam mit Lebensgefährtin Susanne Merker löste der 49-jährige die bisherigen Tollitäten Klaus und Julia Tepper ab. Auch die neuen Repräsentanten haben den Fasching im Blut, auch wenn sie Rucksack-Mastholter sind. Prinz Winfried Sandmeyer stammt aus Mantinghausen und ist gelernter Elektriker, arbeitet aber längst als IT-Techniker. Prinzessin Susanne Merker stammt aus Lippstadt. Sie arbeitet als Krankenschwester. In der Freizeit widmet sie sich dem Garten, singt und schwimmt gerne. Sie lebt seit 32 Jahren im Rietberger Stadtteil, er seit sieben. Seit zwölf Jahren ein Paar, gehören zur Patchwork-Familie Sandmeyer/Merker  fünf Kinder.

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