Di., 17.04.2018

Raubmord-Prozess: Verhandlung erneut unterbrochen Schon wieder: Angeklagter bricht zusammen

Wegen gesundheitlicher Beschwerden des Angeklagten musste die Verhandlung im Landgericht erneut abgebrochen werden.

Wegen gesundheitlicher Beschwerden des Angeklagten musste die Verhandlung im Landgericht erneut abgebrochen werden. Foto: Starke

Von Wolfgang Wotke

Gütersloh/Rietberg/Bielefeld (WB). Husten, Schmerzen im Oberleib, Schwindel, Bluthochdruck: Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ist am Montag der Angeklagte Robert D. während der Verhandlung im Landgericht Bielefeld zusammengebrochen. Er wurde notärztlich behandelt und in ein Krankenhaus gebracht.

D. und sein Mitangeklagter, Arthur T., werden beschuldigt, im November 2015 ein Brüderpaar in Rietberg-Westerwiehe überfallen zu haben. Dabei ist einer der Brüder getötet worden. Beide Beschuldigte schweigen weiterhin.

Der Verteidiger von Robert D., Rechtsanwalt Martin Rother aus Gütersloh, sagte zu Beginn der Verhandlung am Montag, dass sein Mandant nicht verhandlungsfähig sei. Dem widersprach der Vorsitzende Richter Dr. Marc Brüning : »Die Oberärztin des Justizvollzugskrankenhauses in Fröndenberg, in dem der Angeklagte nach seinem ersten Zusammenbruch betreut wurde, hat uns heute morgen mitgeteilt, dass die Untersuchungen keinen Befund ergeben haben. Er ist also verhandlungsfähig.«

Urteil nicht vor Ende Juni

Nach seiner Kenntnis seien dort eine Magen- und eine Darmspiegelung durchgeführt worden, außerdem seien die Blutwerte kontrolliert worden. Man habe nichts gefunden. Danach klagte D. am Montagmorgen erneut über Schmerzen und Schwindelgefühle. In der Zelle ist er dann während einer kleinen Gerichtspause zusammengebrochen. Rother: »Er hat einen Erstickungsanfall gehabt, der Blutdruck ist viel zu hoch. Ihm geht es sehr schlecht.« Er sei vorsorglich wieder in die Klinik gebracht worden. Die Verhandlung wurde unterbrochen.

Eigentlich sollten längst die Plädoyers gehalten werden. Doch neue, angekündigte Anträge der Verteidiger scheinen das zu verhindern. Richter Marc Brüning kündigte gestern an, weitere Verhandlungstermine zwischen dem 2. und 18. Mai, als auch zwischen dem 6. und 27. Juni anzuberaumen. Das würde bedeuten, dass ein Urteil nicht vor Ende Juni zu erwarten ist. Ob die nächste Fortsetzung am Donnerstag, 19. April, stattfindet, ist fraglich.

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