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Fr., 13.01.2017

Wasserverteilung für die Stände muss erneuert werden Pollhansmarkt weitet sich ins Wäldchen aus

Dieser Waldstreifen am Parkplatz der Schulen soll für den Pollhansmarkt genutzt werden.

Dieser Waldstreifen am Parkplatz der Schulen soll für den Pollhansmarkt genutzt werden. Foto: Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/ms). Der Pollhansplatz hat in den vergangenen Jahren an Fläche verloren. Für die Gesamtschule sind Container aufgestellt worden, ebenso für den Offenen Ganztag der Pollhansschule. Dazu hat der Bau des Treffpunkts Pflege auf dem Gelände der ehemaligen Gaststätte Dresselhaus-Brockmann Fläche in Anspruch genommen. Zum Ausgleich will die Stadtverwaltung das Wäldchen zwischen Marktweg, Dechant-Brill-Straße und Schlossstraße für den Markt nutzbar machen – allerdings ohne den Waldcharakter zu beeinträchtigen.

Pollhans hat wenig Platz

Fortwirtschaftliche Maßnahmen hätten den Wald bereits ausgedünnt. Das Einverständnis der Forstbehörde liege bereits vor, dennoch müssen Ausgleichsflächen für 11 500 Euro hergerichtet werden. Zusammen mit den Kosten für Bodenbegradigung, Entsorgungsleitungen und Wegebau werden die Gesamtausgaben bei 50 000 Euro liegen.

Betriebsform

Die Märkte in der Stadt haben dermaßen hohe Umsätze, dass das Finanzamt Wiedenbrück sie ab 2013 als Betrieb gewerblicher Art ansieht und für die Vorjahre Umsatzsteuer-Nachforderungen gestellt hat. Das wird Bürgermeister Hubert Erichlandwehr im Ordnungsausschuss, der am Montag über die Kosten der Märkte beraten wird, bekannt geben.

Aufgrund höchstrichterlicher Rechtsprechung sei es abgewendet worden, dass Umsatzsteuer nachentrichtet werden muss. Die Stadt hat ein Büro beauftragt, Vergleichsrechnungen zu erstellen. Ergebnis sei gewesen, dass die Stadt durch einen Betrieb gewerblicher Art sogar gewinnt und durch Umsatzsteuer-Erstattungen eine Entlastung von 10 000 Euro erwarten kann. Seit Januar 2016 werden die Märkte deshalb als Betrieb gewerblicher Art geführt, in allen Rechnungen wie den Standgeldern werde die Umsatzsteuer ausgewiesen. Erst die Jahresrechnung für 2016 werde zeigen, ob die Entlastung tatsächlich so hoch wie erwartet ausfällt.

Wasserverteilung

2016 hat das Kreisgesundheitsamt den Pollhansmarkt besichtigt und festgestellt, dass die Wasserverteilung nicht mehr den neuesten hygienischen Anforderungen der Trinkwasserverordnung entspricht. Für die vielen Schausteller sind zu wenig mit Systemtrennern ausgerüstete Unterverteiler vorhanden, so dass Wasser in unzulässiger Weise von Schausteller zu Schausteller weiter verteilt wird. Das geforderte Equipment wird die Stadt 20 000 Euro kosten.

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