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Di., 05.09.2017

Ein Motiv, zwei Sichtweisen: Fotoforum OWL stellt im Rathaus aus Aus anderem Blickwinkel

Die Fotografen präsentieren ihre Werke: (von links) Felix Blum, Arthur Isaak, Manfred König, Reinhold Berenskötter, Julia Urban, Marion Kramer, Melina Hildebrandt, Marion Welschof und (vorn von links) Antje Görtler und Juline Hildebrandt. Es fehlen Jürgen Kemper, Michael Sudermann, Sophia Kastrup und Christian Dembkowski.

Die Fotografen präsentieren ihre Werke: (von links) Felix Blum, Arthur Isaak, Manfred König, Reinhold Berenskötter, Julia Urban, Marion Kramer, Melina Hildebrandt, Marion Welschof und (vorn von links) Antje Görtler und Juline Hildebrandt. Es fehlen Jürgen Kemper, Michael Sudermann, Sophia Kastrup und Christian Dembkowski. Foto: Monika Schönfeld

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Wenn zwei das Gleiche sehen, ist es noch lange nicht dasselbe: Dieses geflügelte Wort gilt in der Fotografie ganz besonders. Zu sehen ist das bei der Wanderausstellung des Fotoforums OWL bis zum 24. Oktober im Rathaus.

Die erste Station der Wanderausstellung ist Schloß Holte-Stukenbrock. Das liegt an Marion Welschof, die die sieben Fotoprofis und sieben Jugendlichen an Orte ihrer Kindheit führte. Die Teams fotografierten auf dem Fockelhof in Stukenbrock-Senne, direkter Nachbar des Elternhauses von Marion Welschof auf dem Gut Welschof, einem der Urhöfe Schloß Holte-Stukenbrocks.

Zwei Blickwinkel auf den Tropfen, der von der Blüte fällt: Karl Drees (CEWE), Melina Hildebrandt und ihre Mutter Marion Welschof. Foto: Monika Schönfeld

Je ein Profi und ein Jugendlicher schlossen sich im Team zusammen. Der Jugendliche suchte sich das Motiv aus und fotografierte es mit dem Smartphone. Der Profi setzte dasselbe Motiv mit der Spiegelreflexkamera in Szene.

»Nicht die Ausrüstung, das Auge fürs Motiv zählt«, berichtet Marion Welschof, wie ihre Tochter Melina Hildebrandt an einer Blüte im Garten des Schlosses Neuhaus den Tropfen Wasser entdeckte, der kurz davor stand, zu Boden zu fallen. »Allein so etwas zu sehen, ist großartig«, sagt Marion Welschof. Beide machten ihre Fotos. das Motiv ist dasselbe, nicht aber der Blick darauf. »Ich sehe jetzt viele Dinge mit anderen Augen.« Die Ausstellung zeigt neun Bildpaare – der Titel der Ausstellung: Ein Motiv, zwei Sichtweisen.

Motive vom Gut Welschof

Zu sehen sind Motive vom Hof Welschof, ein alter Steg am Teich und ein Baumpilz, aber auch eine Kugel, Entenhausen, Lucy, der Dackel, Treppenstufen, Pusteblume und Badewannen-Enten – und immer der Zwilling, der dem anderen gleicht, aber doch anders ist. Die Wanderausstellung wird noch gezeigt in Büren, Paderborn, Detmold, Bad Lippspringe und Bad Salzuflen.

Initiiert und finanziert worden ist die Ausstellung vom Unternehmen CEWE. Karl Drees, Regionalverkaufsleiter des CEWE-Stammhauses in Mönchengladbach, berichtete, dass das Unternehmen von 1961 bis 2004 Europas größtes Fotogroßlabor betrieben hat. Mit dem Siegeszug der Digitalfotografie änderte CEWE sein Geschäftsfeld. 2005 kam das CEWE-Fotobuch auf dem Markt. Der Fotograf kann seine digitalen Fotos thematisch zu einem Buch zusammenstellen und selbst layouten.

Mit anderen Augen sehen

CEWE hat 3400 Mitarbeiter und 25 000 Handelspartner. »Unser Anliegen ist es, das Kulturgut Fotografie zu fördern«, sagte Karl Drees bei der Eröffnung der Ausstellung mit Bürgermeister Hubert Erichlandwehr. Da junge Leute meist ausschließlich mit Handys fotografieren, habe er angeregt, beide Blickwinkel zu zeigen. Marion Welschof: »Unsere Töchter und Söhne sehen die Welt mit ganz anderen Augen.«

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