Do., 28.12.2017

Krippenspiel der Evangelischen Kirchengemeinde im Altenzentrum Wiepeldoorn Großer Wirbel um die zweite Maria

18 Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren haben das Krippenspiel Heiligabend in der voll besetzten Versöhnungskirche und gestern im Altenzentrum Wiepeldoorn aufgeführt. Im Speisesaal herrschte absolute Stelle, als die Geschichte der zweiten Maria erzählt wurde.

18 Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren haben das Krippenspiel Heiligabend in der voll besetzten Versöhnungskirche und gestern im Altenzentrum Wiepeldoorn aufgeführt. Im Speisesaal herrschte absolute Stelle, als die Geschichte der zweiten Maria erzählt wurde. Foto: Matthias Kleemann

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/kl). Im Krippenspiel der Evangelischen Kirchengemeinde gibt es alles, was dazugehört: Hirten, Engel, Könige, Josef und Maria sogar gleich zweimal. Da ist doch eine Maria zu viel! Und genauso heißt das Stück, das die 18 Jungen und Mädchen gestern Nachmittag noch einmal vor Bewohnern des Altenzentrums Wiepeldoorn aufgeführt haben: »Eine Maria zu viel«.

Was ist da schief gelaufen? In die Geschichte, die von dem Text des Evangeliums nach Lukas umrahmt wird, schleicht sich eine zweite Maria, eine die meint, sie sei die Mutter des künftigen Heilsbringers. Doch sie träumt von einem mächtigen König, einen, vor dem die Feinde zittern werden, einen, der im Palast in Jerusalem wohnen wird, wo er in all seiner Pracht Hof halten wird, einen der behütet aufwächst und der eine gute Schulbildung genießt, einen, der viele Schlachten schlagen wird, einen starken Herrscher, der mit Nachdruck und Härte aufräumen wird und von dem die Geschichtsbücher voll des Ruhmes sein werden.

»Ich bin zu Höherem berufen«, sagt sie. Für die andere Maria, für Josef und für Jesus hat sie nur Verachtung und Mitleid. »Es ist doch nur ein Kind.«

Eben. Genau das ist das Zeichen, das Gott uns schickt, sagen die anderen. Warum sind es denn die Engel, die von seiner Ankunft künden, warum stehen denn die Hirten an seiner Krippe, warum nehmen denn die Könige die weite Reise nach Bethlehem auf sich?

Am Ende ist klar: Die christliche Botschaft setzt etwas gegen Stärke, Härte, Prunk, Pracht, Macht.

Der Helferkreis des Familiengottesdienstes der Versöhnungskirche hat das Stück unter der Leitung von Jessica Weißberg, Tanja Johannvorderbrügge und Astrid Laabs einstudiert. Dass die Akteure am 27. Dezember ihr Stück noch einmal im Altenzentrum aufführen, hat bereits Tradition.

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