Di., 02.01.2018

Überraschung beim 12. DLRG-Neujahrsschwimmen im Sennesee – Teilnehmerrekord Krokodil taucht plötzlich auf

Nichts zum Nachmachen für Ungeübte: Carsten Hilker, Nicole Kurnap und Thomas Fleiter (von links) halten es zwölf Minuten im Sennesee am Reiterhof Hachmann aus. Das Thermometer zeigt 4,9 Grad Wassertemperatur an.

Nichts zum Nachmachen für Ungeübte: Carsten Hilker, Nicole Kurnap und Thomas Fleiter (von links) halten es zwölf Minuten im Sennesee am Reiterhof Hachmann aus. Das Thermometer zeigt 4,9 Grad Wassertemperatur an. Foto: Bernd Steinbacher

Von Bernd Steinbacher

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Nicht einer der 55 Schwimmer beim DLRG-Neujahrsschwimmen im Sennesee hat am Montag einen Schrecken bekommen. Denn jeder konnte sehen, dass das überraschend in den See rennende Krokodil nicht echt ist.

Wenn ein Krokodil mit einer Fackel auftaucht, haben bestimmt die Karnevalisten die Hand im Spiel. So ist es tatsächlich. Im Krokodilskostüm verbirgt sich Thomas Broeker – diesmal für den Pfarrkarneval Stukenbrock unterwegs. »Wir machen einen karnevalistischen Fackellauf und tauchen bei vielen Ereignissen auf«, sagt Christian Nagel vom Team des Stukenbrocker Pfarrkarnevals.

Etwa 25 Szenen habe man bereits im Kasten. Das karnevalistische Feuer werde am 3. Februar entzündet. An diesem Tag werde der Film als Einstimmung auf den Karneval zu sehen sein.

Teilnehmerrekord

Das Krokodil taucht völlig überraschend auf – erweist sich aber im Auftrag des Pfarrkarnevals Stukenbrock als völlig harmlos. Foto: Bernd Steinbacher

Überraschend war nicht nur das Auftauchen des Krokodils, sondern auch die hohe Teilnehmerzahl. »55 Schwimmer haben sich registrieren lassen«, sagte Thomas Jurkschat von der DLRG Schloß Holte-Stukenbrock. »Mit den Zuschauern kommen wir auf 136 Besucher.« Im Vorjahr waren es zwar mehr Gäste, doch die Zahl der aktiven Teilnehmer stellt einen neuen Rekord dar.

Unter den Schwimmern beim so genannten Eismän ist auch Inge Reichelt. Sie ist mit knapp 84 Jahren die älteste Teilnehmerin. »Der Reiz für mich ist der See. Das Schwimmen macht mir viel Spaß. Ich hätte eigentlich noch länger drinbleiben wollen.« Doch die Organisatoren haben einen scharfen Blick auf die Sicherheit. Schließlich ist das Wasser im Sennesee nur 4,9 Grad warm, immerhin ein Grad mehr als im Vorjahr. Das hat Carsten Hilker von der DLRG Augustdorf kurz vor dem Schwimmen mit seinem Spezialthermometer ermittelt.

4,9 Grad Wassertemperatur

Manch einer der Teilnehmer springt deshalb nur kurz in den See und kommt frierend wieder heraus. Doch ein Dreier-Team bestehend aus Carsten Hilker aus Augustdorf, Thomas Fleiter aus Schloß Holte-Stukenbrock und Nicole Kurnap aus Paderborn ist viel länger unterwegs. Die drei trainierten Schwimmer sind zwölf Minuten im See und legen dabei eine Strecke von 400 bis 500 Metern zurück.

Begleitet werden sie aus Sicherheitsgründen von Marcus Hano, der mit einem Unterwasser-Scooter ausgerüstet ist. An Land stehen Mona Wördehoff und Pascal Pollmeier als Sanitätsteam bereit, um Unterkühlten helfen zu können, doch das ist nicht notwendig. Auch der mit neun Jahren jüngste Teilnehmer meisterte die Herausforderung: Hermann Niendorf ist zum zweiten Mal dabei und wagt sich diesmal deutlich länger in Wasser. »Es hat Spaß gemacht.«

Bereits zum zehnten Mal dabei ist Simone Gräff von der DLRG Schloß Holte-Stukenbrock. Sie erhält dafür von Thomas Jurkschat das silberne Eispferdchen überreicht.

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