Mi., 03.01.2018

Erste Erdarbeiten für Wohnprojekt am Habichtweg in Schloß Holte-Stukenbrock Baukran steht schon

So wie auf dieser Grafik des Architektenbüros Brand Architekten soll am Habichtweg die Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderungen aussehen. Der Baubeginn ist mittlerweile erfolgt. Bauherr ist die Diakonische Stiftung Ummeln. Eröffnung soll im Frühjahr 2019 sein.

So wie auf dieser Grafik des Architektenbüros Brand Architekten soll am Habichtweg die Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderungen aussehen. Der Baubeginn ist mittlerweile erfolgt. Bauherr ist die Diakonische Stiftung Ummeln. Eröffnung soll im Frühjahr 2019 sein.

Von Bernd Steinbacher

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Zwar hat gestern auf der Baustelle am Habichtweg noch Winterruhe geherrscht, doch es ist deutlich zu sehen, dass der Baubeginn für das Wohnprojekt der Stiftung Ummeln erfolgt ist.

Eröffnet werden soll das Haus, das 24 Menschen mit Behinderungen Heimat bieten wird, im Frühjahr des nächsten Jahres. 16 von ihnen werden im Bereich Stationäres Wohnen und 8 in Appartements für ambulant betreutes Wohnen leben.

Die stationären Plätze sind schon vergeben, in erster Linie an Menschen aus Schloß Holte-Stukenbrock und der nahen Umgebung; der Großteil der Appartements für die ambulante Betreuung ist ebenfalls belegt. Das teilt die Stiftung Ummeln auf Anfrage des WESTFALEN-BLATTES mit. Ziel st es, Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben mitten in der Gesellschaft zu ermöglichen. Neben der individuellen Unterstützung im Wohnbereich können die Klienten je nach Bedarf tagesstrukturierende und Freizeitangebote nutzen.

Bedarf ist vorhanden

Sieben Jahre lang haben sich die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock, Ursula Pankoke, und der Verein Anders dafür eingesetzt, dass junge Menschen mit Behinderungen im Wohnort leben und betreut werden können. Dass der Bedarf dafür in Schloß Holte-Stukenbrock vorhanden ist, hatte sich nicht zuletzt im Juli 2016 gezeigt, als Angehörige, junge Erwachsene mit Behinderungen und Vertreter der Interessengruppen am Baugrundstück trafen.

Mit dabei war damals auch Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, der sich damals freute: »So können Menschen mit Behinderungen in der Nähe ihrer Familien leben. Das ist gut.«

Johann Hans wird Leiter der Einrichtung

Für junge Erwachsene mit Beeinträchtigten aus Schloß Holte-Stukenbrock, die nicht mehr von ihren Eltern betreut werden können, besteht bisher nur die Möglichkeit, entfernt vom Heimatort zu leben, oder »unpassend«, wie nicht nur Ursula Pankoke sagt, in einem Altenheim untergebracht zu werden.

Durch den Neubau wird sich das nun ändern. Leiter des stationären Wohnangebots wird Johann Hans aus Schloß Holte-Stukenbrock. Der Diakon und Erzieher mit heilpädagogischem Schwerpunkt hat von 2009 bis 2012 das Evangelische Jugendhaus am Gartenweg geleitet und kümmert sich in Liemke um Inobhutnahmen von Kindern und entlastende Wochenendbetreuung für Pflegekinder. Der Teamleiter betont: »Wir werden ein offenes Haus sein und sind sehr daran interessiert, Kontakte zu den Menschen im Ort auszubauen und Begegnungen möglich zu machen.«

Das Gebäude, das vom Architekturbüro Brand aus Lemgo geplant wurde, hat ein bis drei Geschosse. Zur Wohnfläche von rund 1250 Quadratmetern kommt Platz für Freizeit, Begegnung und gemeinsame Aktivitäten hinzu. Die Anlage eines Gartens ist auf dem insgesamt 2880 Quadratmeter großen Grundstück geplant.

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