Mo., 29.01.2018

Staumühler Verhältnisse: Rat der Stadt soll mit einer Resolution Oerlinghausen unterstützen Kriminelle Flüchtlinge: Anlieger fühlen sich bedroht

Die Polizei muss verstärkt nach Stukenbrock ausrücken. Hier fühlen sich Bürger unsicher, weil Flüchtlinge aus der ZUE Oerlinghausen wie einst in Staumühle Ärger machen. In der ehemaligen Klinik am Hellweg am Flugplatz leben überwiegend Flüchtlinge ohne Bleibeperspektive.

Die Polizei muss verstärkt nach Stukenbrock ausrücken. Hier fühlen sich Bürger unsicher, weil Flüchtlinge aus der ZUE Oerlinghausen wie einst in Staumühle Ärger machen. In der ehemaligen Klinik am Hellweg am Flugplatz leben überwiegend Flüchtlinge ohne Bleibeperspektive. Foto: Matthias Kleemann

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/ms). Der Rat der Stadt will eine Resolution der Nachbarstadt Oerlinghausen unterstützen. Oerlinghauser und Stukenbrocker Bürger sehen sich durch kriminelle Flüchtlinge bedroht, die in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in der ehemaligen Klinik am Hellweg leben. Die ZUE liegt an der Stadtgrenze zu Schloß Holte-Stukenbrock.  Die Resolution wird in der Ratssitzung am Dienstag, 6. Februar, diskutiert.

»Die fast täglich erlebbare Kriminalität im Umfeld der ZUE entwickelt sich zunehmend auch zu einem Sprengsatz für die Akzeptanz der Flüchtlingspolitik insgesamt«, schreibt Bürgermeister Hubert Erichlandwehr im Entwurf der Resolution. »Die bislang große Unterstützung, Hilfsbereitschaft und Akzeptanz mit Blick auf die Flüchtlinge, die wir in Schloß Holte-Stukenbrock insbesondere auch in Bezug auf die hiesige ZUE des Landes in Stukenbrock-Senne erleben durften, verkehrt sich ins Gegenteil. Sofortiges und entschiedenes Handeln ist nun geboten.«

Da alle bisherigen Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt seien und weder ein Sicherheitsdienst für die innere Sicherheit noch die Polizeibehörden für eine Sicherheit der umliegenden Bevölkerung und Gewerbetreibenden sorgen könnten, fordert Erichlandwehr ein Umdenken in der Unterbringungspolitik für Menschen mit geringer Bleibeperspektive, die bereits in Staumühle gescheitert sei.

Oerlinghausens Resolution anschließen

Der Rat der Stadt Oerlinghausen hat in seiner Sitzung am 21. Dezember eine Resolution im Zusammenhang mit der Kriminalitätsproblematik infolge der Belegungspraxis in der Zentralen Unterbringungseinheit des Landes NRW beschlossen. Mit Schreiben vom 2. Januar teilt Dirk Becker (SPD), Bürgermeister der Stadt Oerlinghausen, mit, dass es Rat und Verwaltung begrüßen würden, wenn sich der Rat der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock der Resolution Oerlinghausens anschließen würde.

Dort leide das gesellschaftliche Leben unter der wachsenden Kriminalität zunehmend. Becker fordert die Landesregierung auf, die bisherige Belegungspraxis aufzugeben und stattdessen Personen mit geringer Bleibeperspektive oder einem abgelehnten Asylantrag auf alle Unterbringungseinrichtungen im Land Nordrhein-Westfalen zu verteilen.

Ladendiebstähle nehmen zu

Hubert Eichlandwehr (CDU) sagt, dass die in Oerlinghausen festgestellte Zunahme an Wohnungseinbrüchen laut statistischer Erhebungen der Polizei in Schloß Holte-Stukenbrock nicht festzustellen sei. Zugenommen habe aber die Anzahl von Ladendiebstählen wie auch die Anzahl entwendeter Fahrräder. Bürger aus Stukenbrock haben ihm schriftlich ihre Sorgen und Ängste geschildert.

Der Rat der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock möge die Landesregierung auffordern, alle Ausreisepflichtigen aus der ZUE umgehend und konsequent in ihre Herkunftsländer zurückzuführen.

Zum Schutz der umliegenden Ortsteile sei unabhängig von der Belegungsquote in der Einrichtung eine verbesserte Überwachung durch verstärkte Personalpräsenz im Sicherheitsdienst und durch zusätzliche Polizeikräfte zu gewährleisten.

»Wir sind der festen Überzeugung, dass die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen in unserer Gesellschaft nur durch ein solidarisches Miteinander aller Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen gelingen wird«, so Erichlandwehr. Das gelte auch für die Personen mit einem abgelehnten Asylantrag oder einer geringen Bleibeperspektive. »Daher fordern wir die Landesregierung zum Kurswechsel und zu zügigem Handeln auf.«

Kommentare

Gescheiterte Integration

Die Sorgen der friedliebenden Bürger werden von der Politelite ignoriert . Die Gewaltenteilung ist zu einem
schmierigen Brei zusammengerührt. Polizei an der Basis wird von höchster Instanz ausgebremst .
Wir taumeln grade weg auf bürgerkriegsähnliche Zustände zu . Die Ruhe und Sicherheit ist dem Staat völlig entglitten . Sozialsysteme werden ausgehölt .
Dieselskandal und Co2 Erhöhung alles nur Ablenkung ,dann kommen noch Im Sommer Brot und Spiele .
Leute wacht auf und erhebt friedlich eure Stimme bevor es zu spät ist . Die kulturellen Probleme waren immer noch weit weg , jetzt sind sie vor Ort . EU Parlamentarier mit monatlichen Einkünften von 14.000 € sind ganz weit weg von der Realität . Staatssekretäre die Einbrüche als noch harmlos bezeichnen ,interessieren sich
null um die Sorgen der Bürger .
Die Regierenden sind für das Volk da und haben zu dessen Wohle zu handeln .
Der Plan der hier seit Jahrzehnten abläuft ist teuflisch .
Was zu Anfang schleichend war nimmt rasante Fahrt auf .
Arbeitendes Volk bis Mittelstand wacht auf und erhebt eure Stimme bevor es zu spät ist . Es ist schon 5 vor 12.

1 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5465054?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516080%2F