Mo., 26.03.2018

Zehn Jahre Dorfentwicklung in Stukenbrock-Senne Bürgerbeteiligung ist gefragt

Laden zu einer offenen Diskussion rund um zehn Jahre Dorfentwicklung in Stukenbrock-Senne ein (von links): Hermann-Josef Brummelte, Peter Rüther, Christiane Vornholt, Hubert Erichlandwehr, Silke Sykora und Oliver Nickel.

Laden zu einer offenen Diskussion rund um zehn Jahre Dorfentwicklung in Stukenbrock-Senne ein (von links): Hermann-Josef Brummelte, Peter Rüther, Christiane Vornholt, Hubert Erichlandwehr, Silke Sykora und Oliver Nickel. Foto: Uschi Mickley

Von Uschi Mickley

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Vielschichtig waren die Themen, die während der Infoveranstaltung »Unser Dorf bewegt« erörtert wurden. Zu einer Podiumsdiskussion hatte der Verein »Unser Dorf Stukenbrock-Senne« in die St.-Achatius-Schützenhalle eingeladen.

Fünf Referenten nahmen Stellung zu unterschiedlichen Bereichen und standen anschließend Rede und Antwort. In der lebhaften, teils hitzig geführten Diskussion gab es viele Denkanstöße. Die Moderation übernahm Julia Wulf vom Dorfverein. Der Vorsitzende Hermann-Josef Brummelte konnte 160 Gäste unterschiedlichen Alters begrüßen und zeigte sich erfreut über die große Resonanz. »Innerhalb von zehn Jahren Dorfentwicklung wurden zahlreiche Maßnahmen und Projekte umgesetzt«, betonte er.

Lob für das Erreichte

Bürgermeister Hubert Erichlandwehr gratulierte der Dorfgemeinschaft und lobte sie für das Erreichte. Zum geplanten interkommunalen Gewerbegebiet teilte Erichlandwehr mit, dass das Verfahren in der Stadt gerade erst begonnen hätte. Der genaue Standort der Erschließung sei noch nicht bekannt.

Junge Generation im Blick

Eine junge Bürgerin fragte nach Chancen für eine Ansiedlung von neuem Wohnraum. Gerade im Hinblick auf die Nachfolge-Generation der Senner habe man bereits Flächen im Blick, betonte Erich­landwehr. Gespräche würden auf politischer Ebene geführt.

Von Christiane Vornholt, Fachbereichsleiterin Soziales, wurde die Kampagne »Älter werden in Schloß Holte-Stukenbrock« vorgestellt. 6387 Fragenbögen sind mittlerweile an Bürger ab 60 Jahren verschickt worden. Anhand der Auswertung sollen Perspektiven und Handlungsfelder entwickelt werden.

Wanderweg als ein Element

Peter Rüther, Geschäftsführer der Biologischen Station Kreis Paderborn-Senne, informierte über das Projekt »Senne für alle Sinne«, das Kulturerlebnisangebote umfasst. Verbindendes Element soll ein Wanderweg sein, der rund um den Truppenübungsplatz führt. Auf die Frage, was mit der Senne nach dem Abzug der britischen Streitkräfte passiert, musste er die Antwort schuldig bleiben: »Das wird auf höchster politischer Ebene entschieden«. Vorrangiges Ziel sei es, die Offenlandschaften des FFH- und Vogelschutzgebietes zu erhalten.

Gedächtnispfad soll kommen

Oliver Nickel, Geschäftsführer der Dokumentationsstätte Stalag 326, berichtete über den geplanten Ausbau der Ausstellung. Als weiteres Ziel nannte er die Errichtung eines Gedächtnispfades in Kooperation mit dem Dorfverein. Über die Arbeit des Fördervereins, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert, zog er eine positive Bilanz. Seit der Eröffnung wurden 50.000 Besucher empfangen. Insgesamt wurden rund 30.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet.

Lösung für »Forellkrug«?

Ein weiteres Thema war die künftige Nutzung der schon länger leer stehenden Gaststätte »Forellkrug«. Eigentümer Wolfgang Gerdemann war nicht persönlich anwesend, ließ jedoch über Hermann-Josef Brummelte mitteilen, dass er um eine Lösung zum Wohl der Bürger bemüht sei. Bei der Erstellung eines Betriebskonzeptes sei eine genaue Analyse erforderlich. Diesbezüglich erkundigte sich eine Bürgerin, ob es möglich sei, dort betreutes Wohnen für ältere Menschen einzurichten.

Hinsichtlich der Umsetzung von Projekten im Rahmen des integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) ermutigte Silke Sykora von der Stadtverwaltung die Bürger, selbst Prioritäten zu setzen. Dazu zählte Julia Wulf auch Verbesserungen bei Parkmöglichkeiten am Jägergrund.

Außerdem wurde ein Video gezeigt, mit dem sich die Dorfentwickler 2008 erstmals bei »Unser Dorf hat Zukunft« beteiligt hatten. Die Vereinsgründung erfolgt 2014.

www.unserdorf-stukenbrock-senne.de

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