Di., 17.04.2018

Ulrich Klose stellt Kindern Falken, Frettchen und seine Hunde vor Auf »stiller Jagd« mit Greifvögeln

Falkner Ulrich Klose wird den Kindern an der Ems-Erlebniswelt nächste Woche seinen blinden Gerfalken Melanie (Foto), den Harris Hawk Ben, seine kleinen Münsterländer Aron und Baroness und das Frettchen (Stinkmarder) Spike zeigen.

Falkner Ulrich Klose wird den Kindern an der Ems-Erlebniswelt nächste Woche seinen blinden Gerfalken Melanie (Foto), den Harris Hawk Ben, seine kleinen Münsterländer Aron und Baroness und das Frettchen (Stinkmarder) Spike zeigen. Foto: Monika Schönfeld

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Mit dem blinden Gerfalken Melanie, dem Harris Hawk Ben, Frettchen Spike und den kleinen Münsterländer Hunden Aron und Baroness wird Falkner Ulrich Klose Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren die Jagd mit Greifvögeln nahe bringen. Das Frettchen und die Hunde dürfen sie sogar einmal streicheln.

Gestalten die Kinder-Aktions-Nachmittage: (von links) Bianca Meetz vom Hegering, Kerstin Raeder und Julia Makhardt vom Kreisfamilienzentrum und Stadtmarketing-Beauftragte Imke Heidotting. Foto: Monika Schönfeld

Mit einem Kinder-Aktions-Nachmittag pro Monat will Stadtmarketing-Beauftragte Imke Heid­otting die Ems-Erlebniswelt in Stukenbrock-Senne aufleben lassen, spannender gestalten und Kindern Umweltbildung mit regionalem Bezug vermitteln. Als Kooperationspartner hat sie das Kreisfamilienzentrum mit Leiterin Kerstin Raeder und Grundschulsozialarbeiterin Julia Makhardt gewonnen, der Hegering mit Bianca Meetz und Falkner Ulrich Klose macht mit wie auch die Biologische Station Paderborn-Senne mit Frank Ahnfeldt. Pro Nachmittag entstehen Kosten in Höhe von 5 Euro pro Kind, die Kinder müssen zur Ems-Erlebniswelt am Barbaraweg gebracht und wieder abgeholt werden. Anmeldungen werden bis zum Freitag vor den Terminen entgegen genommen per E-Mail unter familienzentrum-shs@caritas-guetersloh.de.

Die Termine

Mittwoch, 25. April: 15 Uhr »Der Falkner kommt« (Ulrich Klose, Hegering)Mittwoch, 23. Mai: 14 Uhr Treff an der Ems-Erlebniswelt, Barbaraweg 1, dann geht es gemeinsam zu den Senner Pferden (Frank Ahnfeldt, Biologische Station Senne-Paderborn)Mittwoch, 27. Juni: 15 Uhr Marmeladen kochen mit Erdbeeren aus der Region (Kerstin Raeder, Julia Makhardt, Kreisfamilienzentrum)Mittwoch, 26. September: 15 Uhr Igelschutz bauen (Frank Ahnfeldt)Mittwoch, 26. Oktober, 15 Uhr Futterhaus bauen (Frank Ahnfeldt).

»Wir haben Profis ins Boot geholt«, sagt Imke Heidotting und stellt Ulrich Klose vor. Der 62-Jährige hat 1994 Geschmack an der Falknerei bekommen, nachdem er mit seiner Frau Gertrud die Adlerwarte besucht hat. Bevor er Greifvögel anschaffen konnte, musste er den Jagdschein machen und diverse Prüfungen durchlaufen, so dass er 1998 die ersten Vögel kaufte. Seine Habichte sind zurzeit in der Balz und deshalb nicht für Vorführungen geeignet. Deshalb will er den amerikanischen Bussard (Harris Hawk) mit Namen Ben und den blinden Gerfalken mit Namen Melanie mitbringen. »Wander- und Turmfalken sind hier heimisch wie auch der kleine Baumfalke. Der ist aber ein Insektenfresser«, sagt Klose. Er wird den Kindern erklären, welchen Lebensraum die unterschiedlichen Greifvögel haben und dass sie auf unterschiedliche Art jagen. Oft bilden die Greifvögel ein Team mit dem Frettchen Spike (Stinkmarder), das in den Kaninchenbau kriecht und die Kaninchen rausjagt, wo sie sich Ben dann schnappen kann. Andere Greifvögel schlagen ihre Beute in der Luft, die kleinen Münsterländer Hunde Aron und Baroness apportieren sie dann.

Die Jagd mit Greifvögeln (»stille Jagd«) wird dort eingesetzt, wo der Jäger mit einem Gewehr fehl am Platze ist wie auf befriedetem Gelände, am Rathaus zum Beispiel oder auf Friedhöfen, oder wo Menschen in Gefahr sein könnten, wenn geschossen wird – zum Beispiel an den Sammelteichen.

Die Kinder erfahren auch, wie die Greifvögel ihre Jungen aufziehen, dass die Männchen kleiner sind als die Weibchen, und wer ihre natürlichen Feinde sind. Außerdem gibt’s einiges zur Geschichte der Falknerei: Der Habicht ist der »Küchenmeister«, der Fasane, Enten und Hasen auf den Tisch bringt. Greife waren aber auch Geschenke an Könige.

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