Di., 17.04.2018

6873 Bürger im Alter ab 60 Jahren sollen sagen, was sie zum Wohlfühlen brauchen Wie wollen Ältere in der Stadt leben?

Das Projekt »Älter werden« begleiten (von links) Viktoria Kowaltschuk, Sachgebietsleiterin Pflege beim Kreis, Mechtild Reker, Fachberaterin Senioren- und Ehrenamtsarbeit der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände, Christiane Vornholt, Leiterin des Fachbereich Soziales der Stadt, Maria Brock, Seniorenbeauftragte und Pflegeberaterin, und Barbara Winter, Projektsachbearbeiterin Abteilung Soziales beim Kreis. Es fehlen Demografiebeauftragte Silke Sykora und Kerstin Raeder vom Kreisfamilienzentrum.

Das Projekt »Älter werden« begleiten (von links) Viktoria Kowaltschuk, Sachgebietsleiterin Pflege beim Kreis, Mechtild Reker, Fachberaterin Senioren- und Ehrenamtsarbeit der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände, Christiane Vornholt, Leiterin des Fachbereich Soziales der Stadt, Maria Brock, Seniorenbeauftragte und Pflegeberaterin, und Barbara Winter, Projektsachbearbeiterin Abteilung Soziales beim Kreis. Es fehlen Demografiebeauftragte Silke Sykora und Kerstin Raeder vom Kreisfamilienzentrum. Foto: Monika Schönfeld

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Was erwarten Menschen im Alter ab 60 Jahren, um sich in der Stadt wohlzufühlen? Das soll mit Hilfe eines Fragebogens ermittelt werden, der an 6873 Männer und Frauen geschickt worden ist, die Ende März 60 Jahre und älter waren.

Die ersten Rückläufe stimmen das Projektteam zuversichtlich. »Ein Rücklauf von 30 bis 35 Prozent wäre super«, wirbt die Leiterin des Fachbereichs Soziales bei der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock, Christiane Vornholt. Sie bittet alle, die den Fragebogen erhalten haben, ihn ausgefüllt in eine der 15 Boxen zu stecken, die in allen fünf Stadtteilen beim Fleischer oder Bäcker, im Supermarkt, bei Banken und Sparkassen, in der Postfiliale oder im Rathaus stehen. Der Fragebogen kann auch online ausgefüllt werden. Er ist zu finden unter der Adresse www.schlossholtestukenbrock.de/umfrage . Der Fragebogen ist anonym.

Bedürfnisse und Wünsche

Der Rat der Stadt hat den Auftrag erteilt festzustellen, wie zufrieden Senioren damit sind, was in der Stadt geboten wird, und wo sie Verbesserungsbedarf sehen. Kooperationspartner ist der Kreis Gütersloh, der nach dem Alten- und Pflegegesetz zur kommunalen Pflegeplanung verpflichtet ist. »Der Kreis versteht sich als Partner. Deshalb hat er es übernommen, die Fragebögen zu verschicken und sie auswerten zu lassen«, sagt Viktoria Kowaltschuk, Sachgebietsleiterin Pflege beim Kreis. In Steinhagen, Stadtteilen von Gütersloh, Rietberg und Verl sei das Projekt bereits gelaufen. Mit ganz unterschiedlichen Ergebnissen, weil auch die Bedürfnisse und das, was schon existiert, von Stadt zu Stadt unterschiedlich ist. In Rietberg wurden zum Beispiel öffentliche Toiletten gefordert, in Avenwedde ist ein Treffpunkt entstanden.

Alle Lebensbereiche abgefragt

Der achtseitige Fragebogen sammelt Angaben zur Wohnsituation, zu Freizeit und Ehrenamt, zur Nahversorgung mit Lebensmitteln, Ärzten, Schuster oder Frisör, zur Mobilität und zum Thema Pflege. »Wir haben schon einige Rückfragen gehabt. Das zeigt, dass sich die Leute damit auseinander setzen und den Fragebogen ernst nehmen«, sagt Christiane Vornholt.

Bis zum 15. Mai werden die Fragebögen gesammelt. Die Auswertung übernimmt die Forschungsgesellschaft für Gerontologie der Technischen Universität Dortmund. Die Ergebnisse werden – voraussichtlich im September – in fünf Bürgerforen in Stukenbrock, Stukenbrock-Senne, Schloß Holte, Liemke und Sende vorgestellt. Dazu sind alle Bürger jeden Alters eingeladen. »Wir wollen herauskitzeln, wo Bedarf besteht, welche Wünsche die Leute haben«, sagt Barbara Winter, Projektsachbearbeiterin in der Abteilung Soziales beim Kreis. An Stellwänden werden die Vorschläge gesammelt.

Ein Expertenforum mit Vertretern der Pflegeberufe, Apothekern, Hausärzten und den Betreibern ambulanter und stationärer Pflegeeinrichtungen und -dienste gibt es ebenfalls. Im Dezember oder Januar werden die Ergebnisse dann in den politischen Gremien vorgestellt.

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