Mi., 13.06.2018

Stadt kalkuliert Kosten im Haushalt für 2019 gleich höher Bauen um 30 Prozent teurer

Die Baukosten werden steigen. Betroffen ist auch der Umbau des Offenen Ganztags der Pollhansschule (vorn links).

Die Baukosten werden steigen. Betroffen ist auch der Umbau des Offenen Ganztags der Pollhansschule (vorn links). Foto: Frank Fortkord

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Experten raten der Stadt, 2019 von 30 Prozent Mehrkosten für Baumaßnahmen an öffentlichen Gebäuden auszugehen.

Das hat der Beigeordnete der Stadt, Bernd Gebauer, im Bildungs-, Sport- und Kulturausschuss mitgeteilt. Davon betroffen sind auch die Großinvestitionen in Schulen – insbesondere in den Umbau der Realschule zur Gesamtschule und den Anbau für den Offenen Ganztag der Pollhansschule. »Das werden wir so handhaben und die Kostensteigerung für den Haushaltsplanentwurf für 2019 einbringen«, sagt Gebauer.

Betroffen sind der Umbau der Pollhansschule und die Erweiterung des Offenen Ganztags. Dort sind 2,6 Millionen Euro veranschlagt plus 100.000 Euro für die Digitalisierung plus die 30 Prozent Kostensteigerung. »Der Abbruch des bestehenden offenen Ganztagsgebäudes wird zurzeit ausgeschrieben«, sagt Gebauer. Die Ausführungsplanungen seien fast fertig. Die kleine Containeranlage an der Jahnstraße werde auf den Parkplatz an der kleinen Turnhalle versetzt und als Möbellager dienen. In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien werden die Container versetzt. Verändert an den bisherigen Plänen werde nur die Trennung von Spül- und Ausgabeküche. In der Umbauzeit wird der Offene Ganztag die Containeranlage nutzen, die bisher von Haupt-/Gesamtschule genutzt worden ist.

Ab Herbst Umbau am Realschulstandort

Ulla Lehmann (FDP) hatte den Umbau der Pollhansschule als ordentlichen Tagesordnungspunkt vermisst. »Ich bin der Meinung, dass der Abbruch des funktionstüchtigen Offenen Ganztags so gravierend ist, dass das detailliert im Ausschuss hätte vorgestellt werden müssen.« Dem widersprach Gebauer. »Die Pläne sind vorgestellt worden. Es hat sich nichts geändert. Einzig Neues ist, dass statt des Teilabrisses der Abriss kommt. Das Thema ist durch, wir sind in der Durchführung.« Karin Rüterbories (CDU) stärkte der Verwaltung den Rücken. »Es kochen die Gemüter hoch nach der Umplanung und dem Architektenwechsel. Es ist aber richtig, dass die Verwaltung das Vorhaben forciert und Entscheidungen nach Sachlage trifft. Dafür bedanke ich mich ausdrücklich.«

Für den Ausbau des Realschulstandorts am Hallenbad zur Gesamtschule (ab 8. Jahrgang, die Jahrgänge 5 bis 7 werden an der Jahnstraße im alten Hauptschulgebäude bleiben) will die Stadt den Gebäudeteil, der aufgestockt und erweitert wird, komplett freiräumen und in einem Rutsch erweitern und sanieren. Das wird das Schuljahr 2018/2019 in Anspruch nehmen. Nutzbar sind in der Umbauzeit nur zwei Fachräume. Beginn der Arbeiten ist im Herbst. Der Bauantrag sei noch nicht genehmigt, das Brandschutzkonzept müsse noch abgestimmt werden, sagt Bernd Gebauer. In den Ferien sei die Schule drei Wochen lang ohne Strom, weil die Niederspannungshauptverteilung gelegt werde.

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