Fr., 22.06.2018

Brücke über den Ölbach abgerissen – Stichweg blockiert Verstecktes Wahrzeichen

Wer sich auf den Selfie-Punkt vor der 1000-jährigen Eiche stellen und fotografieren will, muss wissen, wie er das Wahrzeichen findet. Der Stichweg zur Eiche ist verbarrikadiert.

Wer sich auf den Selfie-Punkt vor der 1000-jährigen Eiche stellen und fotografieren will, muss wissen, wie er das Wahrzeichen findet. Der Stichweg zur Eiche ist verbarrikadiert. Foto: Monika Schönfeld

Von Monika Schönfeld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die alte Dame wird gebrechlich. Kein Grund, sie nicht mehr zu besuchen. Der Zugang zur 1000-jährigen Eiche ist aber zurzeit nicht mehr so einfach. Wer sich nicht auskennt, findet sie gar nicht.

Einerseits hat der Sturm Friederike im Januar den Weg zum Wahrzeichen der Stadt verrammelt. Das kleine Holzschild, das auf der Verler Landstraße auf dem Wanderweg A7 nach links in den Waldweg zur Eiche gewiesen hat, ist wohl auch Opfer des Sturms geworden. Entwurzelte Bäume, zersägte Baumstämme, Totholz und Unkraut wuchern den Weg zu. Besucher aus dem Emsland, die sich die 1000-jährige Eiche angucken wollten, haben dafür kein Verständnis. »Das ist doch euer Wahrzeichen! Was macht ihr damit?«

Wilhelm Gröver, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Gütersloh, betont, dass die Eiche zugänglich bleiben soll. »Das ist erlaubt und erwünscht. Eberhard Beckemeyer als zuständiger Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde für den Landschaftsplan Schloß Holte-Stukenbrock wird dafür sorgen, dass der Zugang freigeräumt und ausgeschildert wird.«

Der Stichweg vom Wanderweg aus soll der offizielle Zugang zur 1000-jährigen Eiche sein. Der Zugang von der anderen Seite des Ölbachs soll allerdings nicht mehr bequem gestaltet werden. »Die Brücke über den Ölbach zur Eiche, die die DLRG einmal errichtet hat, war marode geworden und wurde abgerissen«, sagt Gröver.

In der kreisweiten Überprüfung der Wanderwege sei festgestellt worden, dass der Zugang durch den Wald von dieser Seite von der Schlossstraße aus zu gefährlich ist. »Das ist eine Qualitätsoffensive. Wir wollen die Wanderwege aufwerten und auf die gefährlichen und unattraktiven verzichten.«

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