Sa., 11.08.2018

Thomas Kerstingjohänner hat neuen Zustellstützpunkt gebaut Paketboom: DHL zieht um

Hier werden die von der Post selbst hergestellten Elektrofahrzeuge (Streetscooter) geparkt – gleichzeitig beladen, regengeschützt unter einem fünf Meter tiefen Vordach. Das sei einzigartig, sagt Abteilungsleiter Uwe Rennegarbe.

Hier werden die von der Post selbst hergestellten Elektrofahrzeuge (Streetscooter) geparkt – gleichzeitig beladen, regengeschützt unter einem fünf Meter tiefen Vordach. Das sei einzigartig, sagt Abteilungsleiter Uwe Rennegarbe. Foto: Wolfgang Wotke

Von Wolfgang Wotke

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Weil der Paketdienst wegen des boomenden Online-Handels rasant wächst, muss die Deutsche Post DHL Group samt Mitarbeitern innerhalb von Schloss Holte-Stukenbrock umziehen.

Der bisherige Zustellstützpunkt am Fienhofweg 35, in dem täglich 26.000 Briefe und 2000 Pakete angeliefert und sortiert werden, um dann im Bereich Schloss Holte-Stukenbrock ausgetragen und ausgeliefert zu werden, ist zu klein geworden. »Die Räume dort platzen aus allen Nähten. Wir mussten handeln«, sagt Uwe Rennegarbe, Abteilungsleiter Verkehr der Deutschen Post AG.

Die Lösung: Anfang November wird der neue Zustellstützpunkt an der Helleforthstraße/Ecke Altenkamp in Betrieb gehen. Dort hat Investor Thomas Kerstingjohänner (51) von der gleichnamigen Autoverwertung auf seinem Grundstück eine schlüsselfertige Halle gebaut. 

Thomas Kerstingjohänner (links) freut sich auf die Zusammenarbeit mit Uwe Rennegarbe, dem Abteilungsleiter Verkehr der Deutschen Post AG. Foto: Wotke

Kosten: rund eine Millionen Euro. Mit der Deutsche Post DHL Group habe er einen Mietvertrag geschlossen, der über zehn Jahre geht. Der Baubeginn war im April. Man sei im Zeitplan. Kerstingjohänner: »Insgesamt hat die Post 4000 Quadratmeter angemietet, davon 900 als Hallenfläche. Wir haben einen guten Partner gefunden.« Eine Erweiterungsfläche von 340 Quadratmetern steht außerdem noch zur Verfügung. Der Standort am Fienhofweg werde aufgegeben.

Das Gebäude ist 67,50 mal 17,20 Meter groß und hat rund 5000 Quadratmeter umbauten Raum. Am Haupttrakt können 20 Fahrzeuge – nach und nach werden die von der Post selbst hergestellten Elektrofahrzeuge (Streetscooter) eingesetzt – gleichzeitig beladen werden, regengeschützt unter einem fünf Meter tiefen Vordach.

Die Elektro-Transporter werden seit vergangenem Sommer in Serie produziert und finden großen Zuspruch. In OWL laufen bereits 100 davon. Am Nebentrakt erfolgt die Anlieferung der Pakete und Briefe durch einen großen Lastwagen. Die Einfahrt ist tiefer gelegt, sodass von der Laderampe des Lkw bis ins Haus alles ebenerdig begehbar ist. Im Haus selbst sind neben den Bereichen für die Sortierung der Briefe und Pakete auch Sozialräume, Umkleiden und Sanitärbereiche untergebracht.

Kerstingjohänner hat energieeffizient gebaut: LED-Beleuchtung und Ökostrom. »Verwaltungsbüros gibt es hier nicht«, erklärt Rennegarbe, der abgesehen von Aushilfen rund 30 feste Mitarbeiter hat. »Das werden im Laufe der Zeit mit Sicherheit mehr«, glaubt Post-Pressesprecher Rainer Ernzer. Denn schließlich boomt ja der Paketdienst, obwohl auf der anderen Seite die Briefpost jährlich um 1,5 Prozent abnehme: »Wir suchen ständig neue Zusteller.«

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